Reutlinger General-Anzeiger
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#AnkeUnterwegs

Urban Gardening: Gurken im Vorgarten

Nadine und Benny wollten nur ein bisschen ihren Vorgarten verschönern – dann hat’s immer mehr Spaß gemacht. Jetzt haben sie schon ein 1-A-Hochbeet.

Die beiden wohnen erst seit ein paar Monaten in ihrer Wohnung in Reutlingen. Zum Haus gehört ein Vorgarten. Und der, fanden beide recht schnell, könnte ein bisschen Pflege gebrauchen. Vielleicht ein, zwei Gemüsepflanzen und ein paar Blumen in die Ecken? Bei den Nachbarn kam ihre Idee gut an. Sogar so gut, dass eine ihrer Mitbewohnerinnen meinte: „Wir könnten doch gleich ein Hochbeet anlegen – das hätte ich eh nächstes Jahr mal in Angriff genommen“.

Benny freut sich schon auf den Mais. Foto: all

Hochbeet im Juni

Aber im Juni ein Hochbeet bauen? Bringt das etwas? Viele Hobbygärnter hätten ihnen wohl abgeraten. Zumal die ideale Zeit fürs Gemüse-Pflanzen eigentlich vorbei war. „Das war uns nicht so wichtig. Wir sahen das mit dem Hochbeet als Test. Einfach mal probieren, was rauskommt!“, meint Benny.

Also: Ärmel hoch und ab ins Bauhaus. Der Bausatz war dann schnell mit dem Akkuschrauber zusammengeschraubt. Jetzt kam die erste Schwierigkeit: Alles schön und gut, wenn man kurz mal einen Pflanzkasten in den Garten stellt. Aber wie füllt man das Ding? Schließlich mussten an die 900 Liter Erde und anderes in den Hohlraum geleert werden.

Das Hochbeet passt perfekt in den Vorgarten. Foto: all

Wie füllt man ein Hochbeet?

„Die Infos über die drei Füllschichten standen praktischerweise auf der Verpackung des Bausatzes“, betont Nadine. Und das waren satte 21 Säcke à 40 Liter: sieben Säcke Holz-Hackschnitzel, sieben mit Kompost und sieben mit Hochbeet-Erde.

„Habt ihr lange dazu gebraucht?“, frag ich Benny. „Nein“, sagt er, die ganze Aktion war schon nach einem Tag erledigt. Allerdings hat ihre Nachbarin mitgeholfen, so dass sie immerhin zu dritt waren. Zufällig fanden sich in einer Schublade auch noch Samen und Samenbänder, die Nadine und Benny irgendwann mal besorgt hatten. 

Die Gurken fühlen sich sichtbar wohl. Foto: all

Die erste Ernte

„Wir hatten einfach Spaß daran, mal was zu probieren, was vielleicht nicht gleich super funktioniert“, meint Benny. Ihr Mut zum Wagnis ist belohnt worden: „Im Juli haben wir tatsächlich was geerntet: fünf, sechs super leckere Radieschen!“, lacht Nadine. Und jetzt, im August, werden die Gurken reif. Auch hier erwarten die beiden noch keine Wachstums-Wunder. „Gerade ist es einfach nur schön,  wie sich der Vorgarten verändert hat“, finden sie.

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