Reutlinger General-Anzeiger
Timer
Die Gartenhütte strahlt. Endlich. Bis der Timer für die Lichtdeko funktionierte, waren bei Deko-Fee Yvonne längst einige Sicherungen durchgebrannt. Foto: all

#AnkeUnterwegs

Verflixte Tücke! Kein Licht an der Hütte!

Leuchtende Außendeko gehört zur Adventszeit. Auch für Yvonne und ihre Familie. Nur: Dieses Jahr lief einiges schief – eine ganz normale Weihnachtsstory.

Unerwartete Komplikationen

„Welch‘ ein Glanz an meiner Hütte!“, denkt sich Yvonne in kleiner Abwandlung eines berühmten Schiller-Zitats, meint allerdings nicht den strahlend schönen Besuch, den wir landläufig so begrüßen. Nein, sie meint die funkelnde Lichterkette am Giebel ihrer Gartenhütte. Denn über die freut sie sich im Moment besonders, da sie bis kurz vor Weihnachten auf das geliebte Stück verzichten musste. Wo sonst 32 Lichter verlässlich zum ersten Advent erstrahlen, gab es dieses Jahr einige pannenbedingte Leuchtpausen.

Lichter an Opas Hütte sind Ehrensache

Keine schöne Basis für eine ruhige Weihnachtszeit, dachte die Betzingerin, die es für sich und ihre Familie gern schön macht. „Unser Opa hat die Hütte gebaut und wir halten sie in Ehren“, sagt sie. Das Häuschen ist ein wichtiger Ort für sie, ihren Mann und die beiden Töchter. Im Sommer wird hier gegrillt, im Winter öfter mal Glühwein geschlürft. Und bereits im November wird die Weihnachtsdeko angebracht. Dass diesmal die Beleuchtung nicht funktionierte, drückte bei dem einen oder anderen Familienmitglied beträchtlich aufs Stimmungsbarometer.

Gartenhütte
Yvonne dekoriert ihr Zuhause leidenschaftlich gern um. Vor der Hütte hat sie einen gemütlichen, naturechten Rentierparkplatz eingerichtet. Foto: all

Zeitschaltuhr mit Zicken

Was tun? Yvonne und ihr Mann suchten und fanden das Problem im Grunde schnell: Opas Licht-Timer war die Schwachstelle. Denn der hatte altershalber seinen Dienst quittiert. „Kein Problem. Man geht in den Laden und kauft ‘ne neue“, entschloss sich Yvonne, damit die Lämpchen nicht zu lange ausblieben. Der Entschluss war gut, die Umsetzung jedoch schwierig. „Die Produkte, die man heute kaufen kann, sind nur annähernd so genau wie früher“, erklärt Yvonne. „Sie lassen sich nur halbstündig einstellen, laufen daher oft zu lang oder zu kurz. Und, wenn man die Stromzufuhr unterbricht, verschiebt sich die gesamte Zeiteinstellung!“ Was für die entnervten Familienmitglieder zur Folge hatte: um 23 Uhr im Bademantel raus in den Garten und den Stecker ziehen. Mit Komfort hatte das nicht mehr viel zu tun.

Versuch mit Timer Nummer 2

Die Adventsfreude wollte man sich aber dennoch nicht verderben lassen. Also ein zweiter Versuch. „Und der war schlechter als der vorhergehende!“, bedauert Yvonne. Bei dieser Uhr konnte man jeden Tag der Woche separat programmieren. Die Laufzeit ließ sich aber nur auf zwei Stunden genau justieren. Folglich wieder keine Ruhe rund um den Lichtergiebel. Yvonne schwebte emotional nun langsam unterm Dach. Ihr Mann behielt etwas länger die Nerven. „Ich besorg dir ´ne neue“, sagte er knapp, schaltete den PC an und bestellte nun eine W-LAN gesteuerte Timr-Variante, die man schick mit dem Smartphone bedienen konnte.
Dachte er.

Guter Wille + schlechte Technik = Frustmoment Nummer 3

Aber es kam anders. „Die Komponenten waren leider gar nicht miteinander zu vereinen“, erinnert sich Yvonne, die trotz genauer Anleitung und etlicher optimistischer Koppelungsversuche keine Verbindung zum Hüttengiebel herstellen konnte. Mittlerweile war der dritte Advent und im Garten wurde die Lichterkette weiterhin von Hand an- und ausgeknipst. Sportlich, ok, aber den Fußweg brauchte man jetzt vor allem zum Frustabbau!

Timer
Der ultimativ letzte Versuch, die Betriebszeiten der Lichterkette auf Zack zu bringen, endete für Yvonne und ihren Mann in einem digitalen Timer. Foto: all

Endlich: Die Hütte “brennt”!

„Nun ist es genug“, dachte Yvonne. Wieder blieb ihr Mann länger am Ball. Obwohl nach drei Versuchen die Kosten-Nutzenrechnung eher bescheiden aussah, entschied er sich jetzt für ein kostspieliges Gerät: eine volldigitale Zeitschaltuhr. Und, oh Wunder, sie funktionierte einwandfrei! Dazu Yvonnes trockener Kommentar: „Tara. Vierter Advent und die Hütte brennt!“

Auch nach den Feiertagen nutzbar

Wie viel sie und ihr Mann dieses Jahr zusätzlich in die Weihnachtsbeleuchtung investiert haben, will sie gar nicht verraten. Immerhin, tröstet sie sich, kann man das neue Gerät nach den Feiertagen im Wohnhaus weiterverwenden. Zum Beispiel für Beleuchtungsintervalle in der Urlaubszeit oder für die Eingangsbeleuchtung am Abend. Aber jetzt heißt es erstmal mit aller Ruhe hinsitzen, rausschauen und sich – endlich – an der beleuchteten Familienhütte freuen.

Möchtest Du noch mehr über schöne Lichtdekos in der Region Reutlingen lesen? Dann schau Dir auch den Beitrag “Lass es funkeln!” an. Oder informier Dich generell über die Dos & Don’ts beim Thema Beleuchtung.

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