Reutlinger General-Anzeiger
CAD
Häuser in guten Händen: Architekt Adolf Heinz Bühler und sein Sohn Philemon berichten über die Voraussetzungen für eine gute Hausplanung. Foto: all

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Ohne CAD geht’s nicht mehr

Prozessoptimierung – ein Begriff aus der Wirtschaft – kommt auch Häuslebauern zugute. Effiziente Abläufe sorgen dafür, dass Dein Haus in optimaler Zeit steht.

Aber frag mal Deine Eltern: Wie habt Ihr Euer Haus bauen lassen? Dann werden sie sicher erzählen, dass das langsamer, aber nicht wirklich schlechter als heute vonstatten ging. Denn: Kreativität hat kein Verfallsdatum. Und manchmal sind aufwendige Prozesse auch hilfreich, um gute Qualität zu schaffen.

CAD – was ist das?

Adolf Heinz Bühler ist seit 40 Jahren selbstständiger Architekt, sein Sohn Philemon hat gerade seine Bachelorprüfung absolviert. Beide sehen die Vorzüge der aktuellen Planungstechnik: CAD, Computer-Aided Design. Auf dem Bildschirm entsteht Dein künftiges zu Hause. Du kannst es in 3-D wachsen sehen, bevor auch nur ein Stein gesetzt wird.

Was sind die Vorteile?

Neben der Vorfreude bringt CAD vor allem praktische Vorteile: Falls es mal Planungsänderungen gibt, sind sie in Nullkommanix umgesetzt. „In 3-D sieht man schnell, wenn im Keller des Entwurfs noch ein Rohr fehlt“, erklärt Adolf Heinz Bühler. Früher sei das schwieriger gewesen. Die Vorstellungskraft musste das Gebäude quasi komplett durchplanen. Heute hilft da der Computer. „Das vermindert das Fehlerrisiko“, so Bühler, der auch in seiner Tätigkeit als Makler öfter mit dem Thema Planungsrisiken zu tun hat.

Was bringt CAD dem Bauherrn?

Noch komfortabler als die reine CAD-Technik ist eine Planung mit Building Information Modelling, kurz BIM. „Hierbei haben alle Baubeteiligten das Modell gleichzeitig im Blick“, erklärt sein Sohn Philemon. Das mache in Sachen Sicherheit vieles leichter. „Man kommuniziert ständig miteinander und informiert sich über Fehler oder Verbesserungsideen“, so der junge Planer. Ein weiterer Vorteil ist die Schnelligkeit: Dadurch, dass man nicht nacheinander, sondern gleichzeitig an dem Modell arbeite, werde viel Zeit gespart, sagt er. „Für die Bauherren heißt das: Weniger Kosten für die Planung und verlässliche Zeitabsprachen.“

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Wie hat man früher Häuser entworfen?

Kein Vergleich zu früher: „Vor 40 Jahren wurde der Entwurf mit der Zeichenmaschine gezeichnet, mit Schablonen beschriftet und anschließend mit der Lichtpausmaschine vervielfältigt“, erzählt Adolf Heinz Bühler. Da konnte schon mal Zeit ins Land gehen, bis die Pläne beim Bauherrn waren. Dennoch hatte die langsame Gangart auch etwas Gutes. „Man konnte für sich allein arbeiten, und seine Ideen mit mehr Ruhe entwickeln“, so der langjährige Architekt und Makler. Und  Philemon bestätigt: „Heute bist Du ständig gefordert: Du musst die ganze Zeit produzieren“.

Kreativität entsteht im Kopf

Eins bleibt jedoch genau wie früher: Kreative Ideen kommen erstmal mit dem Bleistift aufs Papier, bevor sie in den PC wandern. „Kein CAD-Programm kann den kreativen Prozess ersetzen“, betont Philemon.
Und was bleibt noch unveränderlich? „Der Kontakt zum Bauherrn“, sind sich Vater und Sohn einig. „Ein Architekt versucht, die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden zu erfassen und Lösungen für dessen Aufgaben zu finden“, so Philemon. „Das ist heute genauso wie früher.“

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