Reutlinger General-Anzeiger
Grundstückspreise
Aus alt mach neu: Gebäudeumnutzungen liegen im Trend. Foto: Mora Mitchell/unsplash

Bauen

Hohe Grundstückspreise – Tipps zum Sparen

Bis zu 800 Euro pro qm² für Bauplätze in Tübingen, über 1000 Euro in Stuttgart. Wer soll das denn noch bezahlen? Lies unsere Tipps zum Sparen.

Laut immowelt.de kannst Du in Stuttgart Stammheim für 500 Quadratmeter rund 700.000 Euro hinblättern. Ein modernes Einfamilienhaus mit Garten bauen oder kaufen? Geht das überhaupt? Mit einem normalen Geldbeutel stemmst Du solche Grundstückspreise nicht. Hier die zurzeit besten Alternativen:

Finde Mitstreiter

Wenn Du zusammen mit anderen baust, hast du geringere Kosten als beim Kauf einer Wohnung über einen Bauträger oder beim alleine Bauen. Bis zu 20 Prozent Einsparungen bringen Baugemeinschafts-Projekte. Das kommt daher, dass man die Kosten für Architekten und Handwerker bündeln kann. Außerdem kannst Du staatliche Förderungen für energetisches Bauen nutzen, die Du unter Umständen bei einem Bauträgerangebot nicht hättest. Steuerlich ergeben sich ebenfalls Vorteile. Denn: Für Dich fallen meist nur Grundsteuern für die Grundstücksfläche an, nicht für die Wohnfläche. Neben den finanziellen Aspekten hast Du außerdem den Vorteil, Dein künftiges Zuhause mitzugestalten: Du kannst mit dem Architekten Deine persönlichen Wünsche einplanen.

In die Höhe gehen

Ist der Boden zu teuer, dann nutz Flächen, die nicht auf dem Boden sind! Zum Beispiel durch eine Dachaufstockung. Wie wäre es, wenn Du das Haus Deiner Eltern aufstockst? Das ist eine der günstigsten Varianten, Wohnraum zu gewinnen. Überleg mal: Du brauchst kein Grundstück, Du kannst im besten Fall das vorhandene Heizsystem mitnutzen und Fördergelder für energetische Sanierung einstreichen. Und obendrein hast Du am Ende sicher den kuscheligsten Wohnbereich im Haus.

Aus alt mach neu

Bist Du ein DIY-Typ? Dein Traum von Zuhause ist ein alter Bauernhof, den Du selbst umbauen kannst? Dann hast Du möglicherweise ganz gute Chancen. Einzige Bedingung: Du musst auf’s Land ziehen. Denn: In der Stadt sieht es mit Bauernhöfen schlecht aus. Hier bieten sich jedoch andere Möglichkeiten: Alte Gewerbegebäude, Travo-Häuser oder Werkstätten. Warum nicht eine Schreinerwerkstatt oder eine Scheune umbauen? Die sind hell, geräumig und individuell. Allerdings brauchst Du bei solchen Projekten einen Fachmann, der Dich insbesondere mit Blick auf die aktuellsten Energievorschriften berät.

Futuristisch

Wohnraumverdichtung kann auch heißen: Setz ein kleines Haus auf ein größeres oben drauf. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kurios. Aber tatsächlich gibt es das Konzept schon: Die kompakten Module der Flying Spaces von SchwörerHaus sind beispielsweise so konzipiert, dass sie umstandslos per Kran auf ein bestehendes Flachdach aufgesetzt werden können. Und rund um’s Häusle hättest Du eine Terrasse in 1A-Höhenlage. Auch damit sparst Du überteuerte Grundstückspreise.

Grundstückspreise
Clever Flächenpotential genutzt: Modulhäuser auf einem Mietobjekt. Foto: SchwörerHaus

Weitere Ideen zum Sparen findest Du hier in unserer Serie rund ums günstiges Bauen. Lies außerdem unseren Baupreismonitor.

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