Reutlinger General-Anzeiger
Pfullingen
Hunderte zusätzlicher Wohnungen sind im Arbach Quartier im Pfullinger Norden geplant. Foto: Stadt Pfullingen

Bauen

Konzepte für neue Viertel

Neue Stadtquartiere sollen vielen Menschen Platz bieten. Trotzdem darf die Wohnqualität nicht zu kurz kommen. Ein Weg geht über die Konzeptvergabe.

Trend gegen 0/8/15-Optik

Wohn- und Aufenthaltsqualität als Peilmarken für neue Viertel: Damit wollen Stadtplaner dem Trend entgegen wirken, dass zu schnell und zu gleichförmig gebaut wird. Anstelle kurzerhand dem Höchstbietenden den Zuschlag zu geben, werden immer häufiger gute städtebauliche Konzepte bevorzugt.

Anonyme Viertel sind out

Wir kennen sie alle, die anonymen Viertel, in denen jedes Haus aussieht wie das andere. Und in denen es sowohl an guter Infrastruktur als auch an Ambiente mangelt. Zeit- und Kostenersparnis dominieren hier oft über eine kreative Gestaltung. Aus diesem Grund versuchen Stadtplaner schon länger, der unpassenden Flächenversiegelung entgegenzuwirken. Eine der bevorzugten Planungsalternativen ist die offene Konzeptvergabe. Sie zielt darauf ab, lebendige und vielseitige Quartiere für möglichst viele Bevölkerungsschichten entstehen zu lassen.

Ideen im Wettstreit

Hierfür veranstalten Gemeinden zunächst einen Ideenwettbewerb, an dem sich Bauträger, Investoren oder Projektentwickler beteiligen können. Die Vorteile: Auf diese Weise kommen verschiedenste Vorschläge zusammen. Und alle Teilnehmer müssen die Planungskriterien der Stadt berücksichtigen. Auf diese Weise haben Spielzonen, behindertengerechte Wohnungen und Wohnungen mit Sozialbindung einen sicheren Platz im Konzept.

Minuspunkt: Es dauert sehr lang!

Allerdings gibt es einen Wermutstropfen bei dieser Vorgehensweise: die Planungsdauer. Denn Konzeptvergaben benötigen in der Regel einiges mehr an Entwicklungszeit als andere. Nicht nur wegen zeitaufwendiger  Bewerbungsphasen der teilnehmenden Investoren, sondern auch weil viele Parteien am Prozess beteiligt sind: Bauträger,  Architekten, Projektentwickler genauso wie Vertreter der Verwaltung und der Kommunalpolitik. Alle tragen ihre Ideen und Ansichten bei – was im besten Fall zu ausgereiften, lebendigen Projekten führt – im schlechteren ab zu letztlich steigenden Baukosten.

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