Reutlinger General-Anzeiger
Münsingen
Noch blühen auf dem künftigen Bauland an der Finkenstraße die Wildblumen. Nächstes Jahr fällt der Startschuss für die Erschließung. Foto: all

Bauen

Bauen & Wohnen in Münsingen

Die Suche nach einer geeigneten Wohnung oder gar einem Häuschen hat in Münsingen gute Chancen auf Erfolg. Die Albgemeinde entwickelt fortlaufend neuen Wohnraum.

So engagiert sich die Stadtplanung

Die Stadtplaner der  Alb-Gemeinde bringen beim Thema Wohnraumentwicklung Tempo auf die Straße. „Wir sind in einem ständigen Prozess“, fasst Fadime Birinci das Engagement der Stadt in Worte. „Sobald wir ein Baugebiet erschließen, denken wir schon an das nächste“.

14 Stadtteile hat die Albgemeinde und damit einiges an Flächenpotenzial, welches Birinci und Stadtbaumeister Alfred Schnürch für künftige Wohnbauprojekte ausschöpfen wollen. „Neben der Erschließung neuer Baugebiete geht es uns zugleich um die innerörtliche Entwicklung“, ergänzt Alfred Schnürch.

Zwölf neue Bauplätze in Bremelau und Trailfingen

Die aktuellsten Projekte konzentrieren sich auf die Ortsteile Bremelau und Trailfingen. Im Neubaugebiet in Bremelau werden nach der Sommerpause in einem zweiten Bauabschnitt zehn Bauplätze erschlossen. Und ein landwirtschaftliches Anwesen bietet in Trailfingen die Grundlage für die Erschließung zweier neuer Bauplätze.

Bis Ende 2024 soll in der Uracher Straße das Wohnquartier “Im Völter” entstehen. Foto: all

Münsingen schafft innerörtlich neue Wohnangebote

Die Umnutzung von Grundstücken habe ihren ganz besonderen Stellenwert unter den Ortsentwicklungsprinzipien, unterstreichen die beiden Planer. Denn wie in den meisten anderen Gemeinden gehe Innenentwicklung vor Außenentwicklung, um den Flächenverbrauch überschaubar zu halten.
In diesem Sinne werde man auch in Rietheim tätig. Auch dort gebe es Potenzial für eine Umnutzung vorhandener Gebäude zu Wohnimmobilien. Leider, so Schnürch, müsse man bei solchen Projekten aber auch immer mit der zahlkräftigen Konkurrenz aus Stuttgart rechnen. Stehe doch vor der Umnutzung zunächst der Aufkauf der Immobilien. Und da könnten große Bauträger oft bessere Preise vorlegen.

Neue Wohnperspektiven im Schoell-Areal

Immerhin gibt es aktuell eine Reihe erfolgreicher Innenentwicklungsprojekte. Das nächste wird die Bebauung des ehemaligen Schoell-Areals in der Münsinger Innenstadt sein. 70 bis 80 Wohneinheiten sollen an der zentrumsnah gelegenen Uracher Straße entstehen. Geplant ist, das weiträumige ehemalige Gewerbeareal zunächst freizulegen. Heißt: Die alten Werksgebäude werden abgerissen, um dann eine Bebauung von vier kompakten Parzellen zu ermöglichen. Im September werde man mit der Investorensuche beginnen, informiert Schnürch, Ende 2024 könnte das Mini-Viertel stehen. Schon jetzt sei man sich aber über konkrete Bauvorgaben klar. Eines der Hauptanliegen: größtmögliche Energieeffizienz. Unter anderem soll ein Blockheizkraftwerk das künftige Quartier mit Nahwärme versorgen sowie PV-
Anlagen einen Teil der Stromversorgung übernehmen.

Synergie-Effekte mit dem Schwimmbad

Energetischer Extrabonus: Das Blockheizkraftwerk wird voraussichtlich auch Münsingens neu entstehendes Hallenbad mitheizen. „Wir wollen im Sinne der Umwelt Synergie-Effekte nutzen“, erklärt Fadime Birinci und verrät auch schon gestalterische Details: „Eine in nächster Nähe befindliche Wasserquelle soll als kleiner Bach den offenen Aufenthaltsbereich verschönern.“

Münsingen setzt auf 30 Prozent sozialverträglicher Mieten

Was die Frage aufwirft, wie es mit der finanziellen Dimension der künftigen Wohnangebote aussieht. Denn schönes Wohnen und bezahlbares Wohnen können zwei recht unterschiedliche Dinge sein.  „In zwei der vier Baugruppen werden 30 Prozent der Wohnungen mietbegünstigt angeboten“, beruhigt die Liegenschaftsamtschefin.  Der Run auf Baumöglichkeiten sei übrigens gleichbleibend stark. So haben sich für ein 2020 freigegebenes Baugebiet  250 Interessenten auf 30 Bauplätze beworben.

50 Wohnungen und acht Ein- bis Zweifamilienhäuser werden an der Finkenstraße entstehen. Foto: all

Deshalb wolle man auch in den kommenden Jahren aktiv bleiben: „Wir bieten jedes Jahr zwei bis drei Gebiete in möglichst allen Ortsteilen an“, so Schnürch. Als nächstes größeres Vorhaben in der Münsinger Finkenstraße ein Baugebiet für rund 50 Wohneinheiten sowie acht Ein- und Zweifamilienhäuser erschlossen. Auch wenn auf der Wiese am Ortsrand zurzeit noch Hasen und Maulwürfe wohnen, rollen hier bald die Bagger an. „Wir planen für nächstes Jahr die Straßenerschließung“, betont Fadime Birinci.

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