Reutlinger General-Anzeiger
heizungstausch
Holzöfen heizen CO2-neutral. Foto: fvshk

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Heizungstausch – jetzt ist’s günstig

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es gute Nachrichten für Menschen, die energetisch sanieren wollen: Ein breites Förderangebot hilft beim Geldsparen.

Dipl. Ing. (FH) Joachim Stenzel, Inhaber der Firma Stenzel GmbH, rät dazu sich breit zu informieren: „Die Förderlandschaft ist mit dem Inkrafttreten des Klimaschutzgesetzes Ende 2019 ungleich vielfältiger geworden. Neben BAFA-Förderungen gibt es KfW-Programme sowie die Möglichkeit, die Investitionskosten bei der Einkommensteuererklärung geltend zu machen.

Kurze Schonfrist für Ölheizungen

Doch welche Sanierungsmaßnahmen für den Kunden wirklich passen, hängt von vielen Kriterien ab. „Grundsätzlich gibt es als Hauptheizquellen weiterhin alles, was man kennt. Nur wird der Einbau von Ölheizungen nicht gefördert und ab 2026 voraussichtlich gänzlich verboten“, betont Stenzel. Wer seine in die Jahre gekommene Ölheizung austauschen wolle, kann das bis 2025 noch tun.  

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Heizungen altern wie Autos

Auch bei anderen veralteten Heizsystemen sei es sinnvoll, sich über eine Erneuerung Gedanken zu machen. „Der Verschleiß eines Heizsystems ist vergleichbar mit dem eines Autos. Ein 30 Jahre altes Heizsystem hat die gleiche Nutzungsbilanz wie rund vier Millionen gefahrene Kilometer. Und das heißt: Reparaturkosten und Energieverbrauch rechnen sich unterm Strich nicht mehr“, so der Geschäftsführer der Sanitär Stenzel GmbH.

Stark verrringerter Verbrauch

Auch Geräte, die mit vermeintlich sauberen Energiequellen heizen, beugen sich dem Zahn der Zeit. Ein Beispiel: Im Firmengebäude des SHK-Fachbetriebs gibt es fünf Wohnungen. Jede der Wohnungen wurde früher mit einem Gasgerät mit einer Leistungsstärke von jeweils 20 Kilowatt geheizt. Nach der umfassenden Sanierung des  Altbaus ist nur noch ein einziges zentrales Gerät mit 18 Kilowatt nötig, um alle Wohnungen zu versorgen.

Energetische Sanierungen sind oft Kombinationsmaßnahmen: Joachim Stenzel hat zusätzlich zum Heizungstausch sein Haus mit einer 16 cm starken Wärmedämmung versehen. Neben dem Dämmen bieten sich Solar-, Wärmepumpen, BHKW und Biomasse-Energie als wirksamer Kombipartner zur Hauptheizquelle an.

Welches sind die besten Klimaschoner?

„Pelletheizungen, Scheitholzkessel mit speziellen Feinstaubfiltern und Fernwärme von Anbietern regenerativer Energien. Außerdem Wärmepumpen, die mit Strom aus Wind- oder Wasserkraft oder mit Solarstrom betrieben werden“, informiert Joachim Stenzel. Alle Systeme haben ihre spezifischen Eigenheiten. Pellet- und Scheitholzgeräte brauchen Stauraum für‘s Heizmaterial. Wärmepumpen und Biomasseanlagen benötigen Platz für Pufferspeicher. Wer eine Wärmepumpe möchte, muss entscheiden, ob er Luft- oder Erdwärme gewinnen möchte. Entsprechend kann eine Erdbohrung vonnöten sein.

Solarstrom
Foto: Carl Attard, Pexels

Hauptziel: Ressourcen sparen

„Bei einem Heizungstausch müssen viele Dinge zusammenpassen“, mahnt der SHK-Fachmann. Welche Platzverhältnisse gibt es im Haus? Wie ist die Dämmung? Und ganz wichtig: Wie ist das Heizverhalten der Bewohner?  Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügungen? Mit welchen Fördermitteln kann man rechnen? Ist das alles gut abgewogen, kann eine effiziente Anlage geplant und eingebaut werden. Stenzel: „Das Ziel sollte sein Ressourcen und Betriebskosten zu sparen.“  

BAFA-Förderung

Für die Anschaffung und den Einbau einer Wärmepumpe oder Biomasse-Anlage gibt es vom BAFA bis zu 45 Prozent Kostenübernahme. Solarthermie wird mit 30 Prozent gefördert und Kombi-Systeme aus Gasbrennwertkessel und Wärmepumpe zahlen sich ebenfalls mit 30 Prozent aus.

Damit die Sparpläne schon vor dem Einbau der neuen Heizung reifen können, rät Stenzel, sich detailliert mit einem SHK-Fachmann zu unterhalten. „Die Förderrichtlinien sind gerade im Umbruch. BAFA, KfW und lukrative Steueranreize – davon wissen viele Sanierer noch gar nichts. Besser man lässt sich gut beraten“.

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