Reutlinger General-Anzeiger
Die neue Heizkostenverordnung soll Mietern dabei helfen, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. | Foto: Fotomek/AdobeStock

Energie & Umwelt

Transparente Heizkosten

Seit 1. Januar 2022 gilt die neue Heizkostenverordnung. Sie soll Mietern einen besseren Überblick über ihren Energieverbrauch verschaffen.

Einmal im Jahr ist es so weit: Die Nebenkostenabrechnung flattert ins Haus. Dann erfahren Mieter, wie viel Heizenergie sie im vergangenen Jahr verbraucht haben – und ob eine Nachzahlung fällig ist. Ärger ist da vorprogrammiert, denn wer keinen guten Überblick über seinen Verbrauch hat, kann nur ins Blaue hinein sparen und hoffen, dass er am Ende nicht allzu viel draufzahlt.

Das soll sich jetzt ändern. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden und gleichzeitig zum Energiesparen anzuregen, verpflichtet die neue Heizkostenverordnung Vermieter dazu, ihren Mietern eine monatliche Heizkostenabrechnung bereitstellen. Und die hat es in sich.

Was bringt die Umstellung auf monatliche Heizkostenabrechnungen?

Wenn nur einmal im Jahr die Abrechnung kommt, ist es schwer, den Überblick über den eigenen Energieverbrauch zu behalten. Außerdem lässt sich höchstens erahnen, welche Sparmaßnahmen wirklich gut funktioniert haben. Die sogenannte unterjährige Verbrauchsinformation (UVI) soll hier für mehr Transparenz sorgen.

Deshalb steckt in dieser monatlichen Heizkostenabrechnung auch mehr als nur eine knappe Info zum Verbrauch der letzten vier Wochen. Ob der hoch oder niedrig war, zeigt sich schließlich erst im Vergleich. In Zukunft bekommst Du daher einmal im Monat alle Informationen, die Du brauchst, um Deinen Energieverbrauch genau einzuschätzen.

Was steht in der Abrechnung?

Neben den Daten des aktuellen Abrechnungsmonats muss die unterjährige Verbrauchsinformation auch den Brennstoffmix Deiner Heizung ausweisen. Außerdem liefert Sie Dir eine ganze Reihe von Vergleichswerten. Wie hat sich Dein Energieverbrauch im Vergleich zum Vormonat verändert? Wie war Dein Energieverbrauch vor einem Jahr? Und wie stehst Du eigentlich im Vergleich zum deutschen Durchschnittsmieter da?

All diese Daten sollen Dir einen besseren Überblick darüber verschaffen, wie effizient Du mit Deiner Heizenergie umgehst. Das hat zum einen den Vorteil, dass Du eventuelle Nachzahlungen schon früh kommen siehst und ein entsprechendes Polster ansparen kannst. Zum anderen macht die monatliche Heizkostenabrechnung aber auch Deine Erfolge beim Energiesparen sichtbar. Ob Deine Sparmaßnahmen erfolgreich waren, zeigt Dir der Vergleich zum Vormonat – und das motiviert zum Dranbleiben und Weitersparen.

Ab wann bekomme ich die neue Heizkostenabrechnung?

Die monatliche UVI ist zwar schon seit dem 1. Januar 2022 Pflicht, gilt aber nicht für alle Wohneinheiten ab sofort. Das liegt daran, dass die Heizkostenverordnung die neue Informationspflicht für Vermieter an den Einbau von fernablesbaren Messgeräten bindet. Sobald solche Messgeräte installiert wurden, haben die Mieter ein Recht auf die monatliche Heizkostenabrechnung.

Wird die Heizung in Deinem Haus noch ganz oldschool vor Ort abgelesen, heißt das aber nicht, dass Du Dich nicht schon heute ein bisschen vorfreuen kannst: Bis spätestens 2026 müssen nämlich alle vermieteten Häuser und Wohnungen in Deutschland mit fernablesbaren Messgeräten ausgestattet werden. Und das bedeutet, dass der Ärger über unverhoffte Nachzahlungen am Jahresende in absehbarer Zukunft für alle Mieter passé ist.

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