Reutlinger General-Anzeiger
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Infrarotpaneelen können auch als farbige Akzentgeber dienen. Foto: VASNER Infrarotheizungen.

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Wohlfühlen mit Infrarottechnik

Zu den führenden Marken im Bereich strahlungsbasierter Wärmetechnik gehört die Marke VASNER. Im Interview Geschäftsleiter Dr. Jan Motschull.

Infrarotheizungen werden in zunehmendem Maß als Alternative zu klassischen Heizquellen genutzt. Dr. Jan Motschull, VASNER Geschäftsleitung, berichtet im Interview über Funktionsweisen und Verwendungsmöglichkeiten.

Eine warme Wohnung durch Strahlen – wie geht das?

“Infrarotheizungen arbeiten über die Erwärmung von Festkörpern. Das heißt, die Wände, die Decke und der Boden werden warm. Bei herkömmlichen Heizquellen wie Zentralheizung, Kaminofen oder Fußbodenheizung wird vor allem die Umgebungsluft erwärmt. Außerdem wirken sie direkt auf den menschlichen Körper, der die Wärme dann speichert. Entsrechend nimmt der menschliche Körper diese Infrarotstrahlung als angenehme Wärme wahr – als würde man in der Frühlingssonne sitzen. Zudem haben diese Infrarotstrahlen einen positiven Effekt auf die Bausubstanz und verringern das Risiko in Bezug auf Schimmelbildung.”

Wie wirkt sich die Technik auf mein Raumklima aus?

“Zum einen wird die Raumluft nicht so ausgetrocknet wie bei klassischen Heizmethoden. Zum anderen besteht eine gleichmäßige Wärme über die gesamte Raumhöhe hinweg. Beides wird im Allgemeinen als sehr angenehm empfunden und wirkt weniger ermattend. Unter anderem macht dies einen großen Unterschied im Bürobereich aus, wenn gearbeitet wird. Denn man ist einfach fitter. Ein weiterer Faktor ist, dass man sich schon bei mäßigen Raumtemperaturen wohlfühlt, da man quasi von innen heraus erwärmt wird. Und dass, obwohl die Lufttemperatur insgesamt niedriger bleiben kann, was insgesamt auch wieder Energie einspart.”

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Dr. Jan Motschull ist in der Geschäftsleitung von VASNER Infrarotheizungen. Foto: VASNER

Welche Einsatzvarianten gibt es?

“Generell kann die Strahlungstechnik genauso komfortabel genutzt werden wir klassische Heizquellen. Ob Sie sie als Hauptheizung verwenden wollen oder als Ergänzung zu Ihrer klassischen Heizquelle: Es kommt auf Ihre Bedürfnisse an. Sie lassen sich modular und ganz flexibel an jede Umgebung und Situation anpassen. Infrarotheizungen eignen sich vom Kellerraum, Wohnraum, Feuchtraum, bis hin zum ausgebauten Dachstuhl.”

Welche praktischen Vorteile habe ich?

“Sie haben denkbar wenig Aufwand mit der Installation. Da Infrarotheizungen kein eigenes Leitungssystem benötigen, sparen Sie Arbeit und Kosten für die Verlegung. Ebenso haben sie keine Wärmeverluste wie bei Leitungen. Außerdem brauchen Sie keinen Kessel, der das Wasser für die Heizkörper erwärmt und somit auch keine stetigen Energieverluste durch eine konstante Kessel- und hohe Vorlauftemperatur. Nehmen Sie zum Beispiel den Fall, wenn junge Bauherren einen Anbau an ihr Haus planen. Sie verfügen über eine komplette Heizungsanlage in ihrem Hauptgebäude, scheuen sich aber davor, weitere Leitungen zu verlegen. Ein solcher Anbau wird – aufgrund der einfachen Integration in das bestehende Heizsystem – oft mit Infrarottechnik ausgestattet. Ebenso verhält es sich oft mit dem Ausbau von Dachstühlen.”

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich eine reine Wärme-Ergänzung will?

“Infrarotheizungen sind ideale Kombinationspartner für andere Heizarten, zum Beispiel Fußbodenheizungen, Kaminöfen oder Nachtspeicheröfen. Gerade in Übergangszeiten oder bei extremen Temperaturen. Zwei Beispiele: Im Herbst mag man seinen Kaminofen noch nicht anheizen, weil er die Wohnräume zu stark erwärmt. Und im extremen Winter empfindet man seine Fußbodenheizung als zu kühl. In beiden Fällen sorgt eine Infrarotheizung für die genau passenden  Wohlfühltemperaturen.”

Wie lassen sich die Einzelgeräte steuern?

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“Am einfachsten über programmierbare Thermostate. Die Fabrikate von VASNER bieten zwei wesentliche Vorteile: Eine Steigerung des Komforts und eine Reduktion der Heizkosten um bis zu 30 Prozent. Denn man kann die Heizleistung individuell auf Wochentage und Tageszeiten festlegen. So läuft die Infrarotheizung immer nur dann, wenn Sie wirklich zuhause sind beziehungsweise heizt rechtzeitig für Ihre Ankunft in der Wohnung vor. Im Prinzip sind jedoch Infrarotheizung für alle Steuerungsarten Schnittstellen-offen. Folglich lassen sie sich mit fast jedem Smart-Home-System und vorhandenen, klassischen Systemen kombinieren, wenn diese eine einfach steuerbare An/Aus Funktion besitzen.”

Bleibt die Frage nach der Energiequelle, die man benötigt…

“Infrarotheizungen laufen mit Strom. Daher können sie mit einer Photovoltaikanlage betrieben werden. Ein Nachteil dabei ist, dass man mit Leistungsspitzen und –flauten der Solartechnik rechnen muss. Um diese Schwankungen zu nivellieren, investiert man idealerweise in ein gutes Speichermedium. Letztlich verwenden viele Nutzer in der Regel einen Mix aus selbstproduziertem und hinzugekauftem Strom.”

Wie kann ich die Stromkosten niedrig halten?

“Zunächst sollte man bedenken: Schon ab mittel gut isolierten Häusern, lohnt sich der Einsatz eines Infrarotsystems, hält sich der Energieaufwand in Grenzen. Voraussetzung ist, dass man Infrarotgeräte verwendet, die mit effizienter und moderner Technik ausgestattet sind, das heißt zum Beispiel mit Carbon- oder Silikontechnik. Denn diese sind im Unterschied zu älteren Materialien sehr leistungsstark. Damit kann man die Kosten sehr gut steuern und hat zugleich einen deutlichen Zugewinn an Wohnkomfort.”

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