Reutlinger General-Anzeiger
Immobilienpreise
Die Immobilienpreise steigen weiter. Corona verstärkt das Bedürfnis nach Wohneigentum. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Rund 10 Prozent teurer

Die Immobilienpreise steigen auch im Corona-Jahr weiter. Die Gründe: niedrige Zinsen und eine weiterhin knappe Angebotslage. Das belegt der Wohnatlas 2021 der Postbank.

Flächendeckender Aufwärtstrend

Die Nachfrage nach Wohneigentum in Deutschland ist ungebrochen, die Kaufpreise verzeichnen auch im Corona-Jahr 2020 einen Anstieg. In mehr als 94 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte wurden Wohnimmobilien teurer. Im Durchschnitt lag das Plus bei Eigentumswohnungen im Bestand gegenüber 2019 inflationsbereinigt bei 9,6 Prozent. Dies sind die Ergebnisse der Studie “Postbank Wohnatlas 2021” zur Preisentwicklung im Immobilienmarkt.

Mehr Wünsche nach Eigentum

Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2020 die bestimmenden Faktoren auf dem Immobilienmarkt. Die Corona-Pandemie hat daran nichts geändert, die Konjunkturdelle konnte dem Wohnungsmarkt nichts anhaben. “Corona und die Erfahrung des Lockdowns haben bei vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum noch verstärkt”, sagt Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft
Postbank. “Die Menschen haben 2020 Corona-bedingt viel Zeit zu Hause verbracht. Da liegt es nahe, sich Gedanken über die eigenen vier Wände zu machen. Die Nachfrage reißt nicht ab.”

Stuttgart auf Rang Fünf

In Stuttgart stieg der Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen im Zeitraum 2019 – 2020 um 5,06 Prozent auf 4.844 Euro. Es rangiert damit auf Platz Fünf der sieben teuersten deutschen Metropolen. Spitzenreiter ist weiterhin München mit 8.612 Euro. Hier stieg der Quadratmeterpreis um 6,1 Prozent.

Günstiger abseits der Big Seven

Die hohen Preise in den Metropolen sorgen aber auch dafür, dass Städte abseits der Big Seven in den Fokus rücken. So rangiert Dessau in Sachsen-Anhalt als mit 1.046 Euro pro Quadratmeter günstigste kreisfreie Stadt in der Bundesrepublik. Für Kaufinteressierte könnte deshalb der Blick in die so genannten Mittelstädte lohnend sein. “Häufig bieten die kleineren Zentren gute Infrastruktur und kurze Wege, hohe Wohnqualität und attraktive Objekte zu noch vergleichsweise günstigen Quadratmeterpreisen”, unterstreicht Grunwald.

Quelle: ots/dpa


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