Reutlinger General-Anzeiger
Gartenhäuschen
So renovierst Du Omas Schuppen in sechs Schritten. Foto: Flora Press

Garten

Süße Hütte selbst gestalten

Wenn Du Omas Gartenlaube nicht nur für Rasenmäher, Rechen und Co. nutzen willst, dann mal sie einfach an. In Nullkommanix zum Nest im Grünen.

Es ist Hochsommer und alles wächst und gedeiht: Zeit, sich in den Garten zu setzen und den Blumen beim Wachsen zuzusehen. Vielleicht hast Du ja Lust, Deinem grünen Refugium ein kreatives i-Tüpfelchen aufzusetzen? Lies hier, wie Du mit wenig Aufwand einen alten Schuppen in ein schickes Gartenhäuschen verwandelst. Ein frischer Anstrich, neue Zierleisten und Sprossenfenster sind schon im Wesentlichen alles, was Deine Hütte braucht, um zum süßen Hingucker zu werden.

Material

Das benötigst Du für die Renovierung:

  • Metallbürste, Wetterschutzfarbe, Lack auf Kunstharzbasis, Pinsel und Malerrolle
  • Holzbretter und Leisten, Schrauben, Schleifpapier, Stichsäge, Bohrmaschine
  • Metall-Kleiderbügel, Kabelbinder, Metallhaken

Und das brauchst Du für die Platzgestaltung:

  • Fertigbeton (feinste Körnung), Sand
  • Mosaiksteine, Murmeln, Fliesenscherben
  • Kunststoff-Blumentopfuntersetzer in verschiedenen Größen

1. Erstmal abschleifen

Vor dem Streichen solltest Du die Holzbretter mit der Metallbürste von grobem Dreck und Moos befreien. Ebenso wichtig ist es, die Oberflächen etwas anzuschleifen, damit später die Farbe gut haftet. Das Abschleifen ist vielleicht etwas mühselig, sorgt aber dafür, dass Du umso länger Freude an Deinem Anstrich hast.

2. Farbe für’s Gartenhäuschen

Mit der Malerrolle trägst Du anschließend Deine bevorzugte Farbe auf. Hier im Beispiel ist es Schwedenrot. Achte darauf, dass Du den Türrahmen nicht mitstreichst. Denn hier kannst Du mit einer anderen Farbe tolle Akzente setzen. Hier im Beispiel hebt sich das Weiß fein vom satten Rotton der Wände ab. Beim Fenster werden die Glasbausteine ersetzt. Das neue Sprossenfenster wird auch weiß gestrichen.

Aus schäbig werde schick! Jetzt heißt es: einfach mit der Farbrolle rund ums Haus. Foto: Flora Press

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Aus schäbig werde schick! Jetzt heißt es: einfach mit der Farbrolle rund ums Haus. Foto: Flora Press

3. Eine Leiste, die ziert

Nun kommt die Zierleiste am Dach dran. Mithilfe eines Untertellers zeichnest Du auf einer Holzlatte gleichgroße Halbkreismuster. Dann sägst Du sie mit der Stichsäge aus, schleifst und lackierst sie anschließend. Am Ende musst Du die fertige Leiste nur noch mit dem Akkuschrauber und extralangen Schrauben am Dach befestigen.

4. Hilfe für den Blumenschmuck

An der Seite des Häuschens kannst Du ein Rankgerüst aus weißen Drahtkleiderbügeln anbringen. Hierfür aus jeweils vier Kleiderbügeln mit Kabelbindern Quadrate zusammen zurren. Die Quadrate wiederum mit Kabelbindern verbinden, bis die Gerüstfläche die gewünscht Größe hat. Dann das Gerüst auf lange Metallhaken an der Wand hängen und ebenfalls anbinden. Jetzt können Rosen, Clematis oder Wilder Wein an Deiner kleinen Laube gedeihen.

Wenn Du eine Grundwasserpumpe hast, kannst Du ihr den gleichen Farbton geben wie Deinem Häuschen. Wähle eine Farbe auf Kunstharzbasis, die gleichzeitig für Rostschutz sorgt. Bis die Farbe richtig deckt, muss sie unter Umständen mehrmals aufgestrichen werden. Die Pumpe nach jedem Anstrich über Nacht trocknen lassen. Als Regenschutz einfach einen Eimer über die trocknende Pumpe stülpen.

5. Feine Platten für den Vorplatz

Fast fertig! Fehlen nur noch die paar Quadratmeter vor Deinem Gartenhäuschen, um Dein Refugium perfekt zu machen. Eine feine Gestaltungsidee sind zum Beispiel dekorative Bodenfliesen aus Beton. Zuerst rührst Du mithilfe der Bohrmaschine mit Rühraufsatz so viel Beton an, wie Du innerhalb einer Stunde verarbeiten kannst. Dann füllst Du die Masse mindestens fünf Zentimeter hoch in die unterschiedlich großen Blumentopfuntersetzer. Schließlich legst Du mit Mosaiksteinen, Fliesenscherben oder Murmeln bunte Muster in die feuchte Masse. Diese sollten dabei unbedingt weit genug in den Beton eingedrückt werden, damit später nichts davon abbrechen kann.

6. Trittfest zum Gartenhäuschen

Nun den Beton etwas anziehen lassen und die Steine dann mit einem feuchten Schwamm polieren. Lass die Fliesen über Nacht in den Untersetzern trocknen und löse sie morgens aus den Kunststoff-Formen. Nun legst Du fest, an welchen Stellen die Tritte liegen sollen. Die optimale Entfernung von Tritt-Mitte zu Tritt-Mitte beträgt ungefähr 65 Zentimeter. Du kannst die Fliesen in den Kies vor Deiner Hütte einbetten oder im Gras verteilen. An den entsprechenden Stellen werden etwa zehn Zentimeter tiefe Löcher ausgehoben und mit fünf Zentimetern Sand gefüllt. Darauf werden dann die Tritte platziert, bündig zur Grasnarbe oder zum Gehweg. Jetzt hast Du’s geschafft. Dein neuer Lieblingsplatz ist bereit für’s Chillen. Viel Spaß dabei!

Möchtest Du noch mehr Tipps für Deine Gartengestaltung? Dann lies hier.

– all / Flora Press

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