Reutlinger General-Anzeiger
Gießen
Wenn Du Trockenschäden im Sommer vorbeugen möchtest, kannst Du schon im Frühjahr die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erhöhen. Foto: Neudorff/txn

Garten

Richtig gießen & düngen

Wenig Regen im Sommer – Dein Garten wird zum Sorgenkind. Aber Du kannst schon jetzt einiges tun, damit er grün bleibt.

Wenn die Temperaturen steigen, werden auch die Böden wieder zunehmend trockener. Sonnige, niederschlagsarme Wochen machen Deinen Gartenpflanzen zu schaffen. Mit einigen Maßnahmen kannst Du aber jetzt schon vorbeugen, damit Deine Pflanzen gut über den Sommer kommen. Dabei spielt neben dem Gießen auch die Bodenstruktur eine wichtige Rolle.

Boden sorgsam vorbereiten

Verbessere die Bodenstruktur mithilfe von Kompost. Denn Kompost hat die Eigenschaft, Wasser wie ein Schwamm zu speichern. Wenn Du einen Thermokomposter hast, bist Du sicher reichlich mit dem wertvollen Bodenverbesserer ausgestattet. Alternativ kannst Du Kompost auch im Gartenhandel oder in einer regionalen Kompostieranlage besorgen. Verteile den Kompost auf Deinen Beeten und zwischen Deinen Stauden.

Extraportion Aktivpflege

Zusätzlich kannst Du Produkte aufbringen, die Deine Bodenstruktur gezielt beleben. Besonders positiv sind hier Produkte mit Pflanzenkohle. Denn sie können sehr gut Wasser und Nährstoffe speichern und bei Bedarf an die Pflanzen abgeben.

Pilze – natürliche Gartenhelfer

Auch beim Düngen Deiner Pflanzen gibt es Tricks, die dabei helfen, die Feuchtigkeit zu regulieren. Bestimmte Pilze, wie sie in Düngern vorkommen, sorgen dafür, dass Wasser auch aus tiefen Bodenschichten an die Wurzeln Deiner Zierpflanzen gelangt. Achte am besten darauf, dass Dein Dünger zum Beispiel Mykorrhiza-Pilze enthält, die diese Funktion prima erfüllen.

Gießen mit Köpfchen

Trotzdem ist klar: Gänzlich ohne Befeuchtung kommt auch der beste Boden nicht aus. Das heißt: In einem trockenen Sommer solltest Du regelmäßig gießen. Sicher hast Du schon vorgesorgt und Regentonnen aufgestellt, damit Du keine hohe Wasserrechnung riskierst. Durchschnittlich fallen in Deutschland im Jahr etwa 800 Liter pro Quadratmeter an Niederschlägen, die man für die Gartenbewässerung sammeln kann. Hast Du einen kleinen Garten, dann reicht oft bereits eine einfache Regentonne als Sammelbehälter unter dem Regenrohr.

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Gesammeltes Regenwasser ist auf jeden Fall gesünder für Deine Pflanzen als Leitungswasser. Zum Gießen kannst Du eine Regenfasspumpe nutzen. Foto: © GARDENA

Sparsame Bewässerung

Wenn Du Deinen Vorrat sparsam verbrauchen willst, solltest Du auf eine effiziente  Bewässerungstechnik setzen. Besonders hilfreich sind Tropfbewässerungen, die  Deine Pflanzen gleichmäßig  und maßvoll befeuchten. So ein System ist bestens auch für Gartenanfänger geeignet. Der Tropfschlauch, den Du in Dein Beet oder zwischen Deine Blumen legst, braucht nur wenig Zubehör und ist leicht zu montieren. Die Tropfdüsen des Schlauchs legst Du am besten so neben Deine Pflanzen, dass das Wasser direkt zu den Wurzeln gelangt. Hochwertigere Varianten sind mit Bodenfeuchte-Sensor und Bewässerungscomputer ausgestattet. Beides spart nicht nur Zeit, sondern hilft Dir, die Wassermenge gut zu regulieren.

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Eine Tropfbewässerung bringt das kostbare Nass direkt dahin, wo es gebraucht wird – an die Wurzel. Foto: © GARDENA
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