Reutlinger General-Anzeiger
Grill
Würzig, herzhaft, wärmend: Frische Steaks von der eigenen Terrasse machen Laune und helfen dabei, den Frust rund um die Ausgehregeln besser zu verdauen. Foto: Ataberg Guler / pixabay.com

Garten

Grillgenuss für kalte Tage

Keine Rote vom Weihnachtsmarkt? Warum dann nicht einfach im Garten grillen? Lies die Tipps von Tobias Walker für leckeres, heißes Feuer-Food!

Gemütlich & lecker: Family-Event im Garten

Mit den richtigen Gerichten, der passenden Technik und ein paar liebevollen Details wird das Wintergrillen zum schönen Family-Event. Zumal wir jetzt auf Würtstchenbuden und Weihnachtsmarktzauber verzichten müssen, ist der beste Rat: Machen wir es uns zuhause schön! Stellt Euch ein tolles Wintermenü zusammen und sorgt mit Spareribs, Rote und Smoker-Gerichten für gute Laune in Eurer Familie. Grill-Profi Tobias Walker aus Reutlingen verrät Euch seine besten Tipps und Tricks, damit Euer Abend etwas ganz Besonderes wird!

So läuft Dein Grill bei Minusgraden einwandfrei

Je kälter es draußen wird, desto wichtiger ist die Temperatur im Grill. Von 300-350 °C im Sommer bleiben im Winter nur ca. 250-280 °C übrig. Das reicht absolut, aber viel weniger sollte es nicht werden – sonst steigt die Garzeit. Ein absolutes Muss fürs Wintergrillen ist daher ein windgeschützter Standort. Außerdem ist es von Vorteil, wenn Dein Grill einen Deckel und einen geschlossenen Unterbau hat: So bietet er kaltem Wind kaum Angriffsfläche.

Der Trend geht zum Smoker

Pulled Pork, Spareribs, Beef Brisket: Die „Holy Trinity“ des American Barbecue ist perfektes Comfort Food für kalte Tage – und nur einer von vielen Gründen dafür, dass auch hierzulande immer mehr Grill-Fans den Smoker für sich entdecken. Smoker erweitern das Repertoire der Aromen und Gerichte um Heiß- und Kalträucherung. Das Geheimnis dieser Vielseitigkeit steckt im Aufbau. Das Feuer wird in einer seitlich angebrachten Firebox angefacht, in der Du auch ganz klassisch über der Flamme grillen kannst. Was den Smoker ausmacht, ist allerdings das, was danach kommt.

Grill
Smoker erweitern Dein Grill-Repertoire um heiß und kalt geräucherte Gerichte. Foto: Tommy Rau / pixabay.com

Perfekt für feines Fleisch

Die Garkammer bleibt von der Strahlungshitze des Feuers unberührt, sodass allein der warme Luftstrom und der Rauch die Garung übernehmen: Langsam, schonend und bei konstanter Temperatur. Das macht die Heißräucherung zur perfekten Methode, um Fleisch mit hohem Collagengehalt zuzubereiten – etwa die Rinderbrust für Beef Brisket. Anschließend zieht der Rauch in den Turm weiter, wo Du ihn zum Kalträuchern weiterverwenden kannst.

Aromen für den Gas-Grill

Du liebst den Komfort deines Gasgrills, willst aber nicht auf das typische Holzrauch-Aroma verzichten? Kein Problem! Alles, was Du brauchst, sind Räucherchips – feine Holzstücke, die dem Grillgut von fruchtig bis herb unterschiedlichste Aromen verleihen.

  • Mild: Buche, Apfel & Kirsche
  • Kräftig: Zeder, Ahorn & Pflaume
  • Stark: Hickory, Pekannuss & Mesquite

Um die Raucharomen auf dem Gasgrill freizusetzen, brauchst Du eine Räucherbox, die Du bei indirekter Hitze „mitgrillst“. Räucherchips rein – und los gehtʼs!

Grill
Aromatischer Appetizer: Kürbissuppe vom Smoker. Foto: Congerdesign / pixabay.com

Tobias Walkers Grill-Rezept: Kürbissuppe vom Smoker

Das Wichtigste beim Wintergrillen? Die Quality Time, die Du mit Deinen Gästen verbringst! Lock Deine Lieben auch bei Minusgraden zur geselligen Runde an den Grill – mit einem Appetizer, der von außen und innen wärmt.

Zutaten für acht Portionen:

  • 750g Hokaidokürbis
  • 60ml Rapsöl
  • 1l Gemüsebrühe
  • 150g Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken
  • 40g Hickory-Räucherchips

Und so gehtʼs:

Den Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Diese mit Rapsöl einreiben und im geschlossenen Grill oder Smoker bei 120-140°C (indirekte Hitze) circa 15 Minuten mit den Räucherchips smoken. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden und in einem Topf mit etwas Bratfett anschwitzen. Die geräucherten Kürbisstücke unterheben, mit der Brühe ablöschen und 20 bis 30 Minuten kochen. Alles pürieren und die Suppe abschmecken.

Ankes Tipp: Darf es rauchiger sein? Je kleiner Du die Kürbiswürfel schneidest, desto mehr Raucharoma nehmen sie auf!

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