Reutlinger General-Anzeiger
Schneckenschutz
Einfach anzubringen und hochwirksam: Ein Kupferband hält Schnecken davon ab, sich im Hochbeet über das Gemüse herzumachen. Foto: txn

Garten

Hochbeet befüllen & bepflanzen

Es gibt gute Gründe, die für’s Gärtnern mit Hochbeeten sprechen. Thilo Tschersich von der Grünflächenberatung im Landkreis Reutlingen erklärt, worauf Du achten kannst.

Feine Ernte & fitter Rücken

Von einem Hochbeet kann man mit ein bisschen Glück mehr ernten, als vom bodenebenen Beet. Der Grund ist die ausgewogene und gute Bodenqualität, die man bei einem natürlichen Boden nicht immer vorfindet. “Hochbeete bieten den Pflanzen ein besseres Substrat”, informiert Thilo Tschersich. Außerdem gelten sie als ultimative Rückenschoner. Bücken und auf dem Boden Hocken sind nicht mehr nötig!

Nagerabwehr nicht vergessen

Thilos Tipp vorab: “Bevor man sein Hochbeet bepflanzt, sollte man darauf achten, dass man einen Wühlmausschutz einbaut”. Denn die hungrigen Nager bedienen sich gern an jungen Pflänzchen. Allerdings lassen sie sich gut von speziellen Gittermatten abhalten. Du erhältst das Material im Baumarkt.

Richtig befüllen

“Wichtig ist es, das Beet schichtweise zu füllen. Und zwar nach folgendem Prinzip: in Schichten von grob bis fein”, erklärt der Gartenbau-Fachmann. Denn der Schichtaufbau sorgt für eine Rotte, die Wärme erzeugt und viele Nährstoffe freisetzt. Heißt: Zuerst eine Schicht mit Ast- oder Strauchschnitt, dann Schnitt- und Häckselgut sowie Laubreste und gegebenenfalls etwas Rasenschnitt. Die oberste Ebene wird mit Garten- oder Pflanzerde gefüllt.

Die erste Schicht sollte aus Zweigen bestehen. Am einfachsten geht's, wenn Du vom Baum- oder Heckeschneiden noch Material übrig hast. Foto: Noel / stock.adobe.com

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Die erste Schicht sollte aus Zweigen bestehen. Am einfachsten geht's, wenn Du vom Baum- oder Heckeschneiden noch Material übrig hast. Foto: Noel / stock.adobe.com

Achtung: Setzbewegung

Aber Vorsicht: “Je gröber die unterste Schicht ist, desto stärker wird die Setzbewegung ausfallen”, warnt Thilo Tschersich. Heißt konkret: Du musst nach 2, 3 Jahren von oben her auffüllen. “Besser ist es, wenn man schon beim Befüllen in das grobe Material auch feines einmischt, zum Beispiel Grassoden oder Kleintierstreu”.

Richtig bepflanzen

Hier gibt es folgendes zu bedenken: Es geht nicht in erster Linie um Zutaten für Küchenrezepte, sondern darum, ob Deine Pflanzen ähnliche Pflegebedürfnisse haben. “Basilikum und Rosmarin sind zwar beides Küchenkräuter, brauchen aber ganz unterschiedliche Mengen an Wasser”, gibt der Gartenfachmann zu bedenken. Sein Tipp: “Einfach ein mediterranes Beet anlegen, auf dem neben Rosmarin auch Oregano und Thymian gedeihen. Denn sie haben ähnliche Pflegeansprüche: Bitte nicht zu nass!”

Andersherum kannst Du natürlich auch feuchtigkeits- und stickstoffliebende Sorten kombinieren: Der Basilikum passt beispielsweise prima zu Tomatenpflanzen. Karotten werden außerdem von der Tiefe der nährreichen Bodenschicht profitieren.

Hochbeet
Effiziente Anpflanzung: In Reihen angeordnet liefert Dir Dein Gemüse höhere Erträge. Foto: Neudorff/txn

Anordnung Deiner Pflanzen

Vorteilhaft ist es, wenn Du die Pflanzebene in Reihen aufteils. Bei Querreihen passen mehr unterschiedliche Gemüsesorten ins Hochbeet, bei Längsreihen erhöht sich der Ertrag je Sorte. Nicht zu dicht anordnen, da sie sonst in Konkurrenz zueinander treten und sich Licht und Wasser streitig machen. Und dann kann’s auch schon losgehen mit dem Wachsen und Gedeihen!

Ankes Tipp

Deine frischen Gemüsesorten locken leider auch im Hochbeet  hungrige Kriechtiere! Aber mit einer Barriere aus selbstklebendem Kupferband kannst Du sie ganz gut abhalten. Da die Schleimhaut der Schnecken mit dem Metall reagiert, meiden sie die künstliche Barriere.

Interessierst Du Dich noch mehr für’s Gärtnern mit Hochbeet? Dann lies auch Nadiness und Bennys Homestory.

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