Reutlinger General-Anzeiger
Insektenhotels Biene
So kannst Du in Deinem Garten etwas für die Artenvielfalt tun. Foto: Capri23auto / pixabay.com

Garten

Insektenhotels bauen

Insektenschutz fördert den Artenreichtum und hilft zugleich Deinen Pflanzen. Hier die Tipps zum insektenfreundlichen Garten von Biologin Ilona Schrimpf.

Pestizide verringern den Lebensraum

Unberührte Naturflächen werden seit Jahren knapper, zumal Pestizide, Monokulturen und einseitige Gartenbepflanzung die Lebensräume von Flug- und Krabbeltierchen verrringern. „Insektenhotels bieten ihnen eine hilfreiche Alternative“, betont Ilona. Besonder wichtig findet sie, dass die kleinen Häuschen Schutz und Nistmöglichkeiten für Wildbienen, Hummeln oder Schlupfwespen bieten.

Auf vielseitiges Blütenangebot achten

Besonders Familien mit Kindern finden die quirligen Wohngemeinschaften spannend. Genauso passionierte Gärtner, denn die Insekten tragen dazu bei, dass im Garten alles gedeiht, was Blüten hat. Außerdem verringern sie die Schädlingsdichte auf Rosen, Nelken und Co. Der Tipp von Ilona Schrimpf: „Achte darauf, dass in Deinem Garten viele verschiedene Blühpflanzen wachsen. Bienen wohnen gern dort, wo sie Nahrung finden. Besonders mögen sie heimische Blüten – Exoten stehen eher selten auf der Speiseliste“. Außerdem warnt sie vor übertriebenem Ordnungswahn. „Wildbienen brauchen wilde Ecken“, betont die Naturexpertin.

Insektenhotels bauen

Meist bestehen Insektenhotels aus einer mit Löchern durchsetzten Mauer, auf die eine Art Schutzdach montiert wird. Damit sind sie gegen Wind und Regen geschützt. Gut zu bekommen sind sie in Baumärkten oder im Einzelhandel für Gartenbedarf. Aber Vorsicht: Nicht alle Produkte, die Du im Handel kaufen kannst, sind gut geeignet. So haben manche Materialien die Eigenschaft, zu schimmeln oder sich vorzeitig zu zersetzen. Ton, Hartholz, Bambus- und Pappröhrchen und Pflanzenstängel sind die gängigsten Baustoffe. Außerdem sind sie unter kleinen Gartenbewohnern ausgesprochen beliebt. „Die Löcher sollten auf keinen Fall rissig sein, damit sich die Insekten nicht beim Hineinschlüpfen verletzen“, erklärt Schrimpf. Passionierten Bastlern empfehle ich, sich vor dem Sägen und Hämmern mit den Materialien zu beschäftigen. Manche Wildbienen bevorzugen zum Beispiel Stängel von Heckenrosen, Brombeeren oder Sonnenblumen. Andere stehen mehr auf den Komfort glatter Hohlräume, wie ihn Schilfrohr oder Stroh bieten. Und Vorsicht beim Holzkauf: „Unbedingt Hartholz verwenden“, rät Biologin Schrimpf.

Insektenhotel Biene
Wildbienen suchen gern vor dem Winter Insektenhotels auf. Foto: pixabay

Vorsicht beim Holzkauf für Insektenhotels

Weichholz habe die Eigenschaft, mit der Zeit Risse zu bilden. Das sei lebensgefährlich für die Brut der Tierchen. Auch bei der Gestaltung des Mini-Zuhauses gibt es viele Möglichkeiten: Rund, eckig oder ganz konventionell in Hausform, ist eigentlich egal. Denn Biene, Schlupfwespe und Co. interessieren sich nicht fürs Design: Sie wohnen da, wo sie gesund und sicher sein können. Wenn Du also gern die kleinen und summenden Nachbarn in Deinem Garten hast, empfehle ich Dir Folgendes. Beschäftige Dich vorher mit den Wohnbedürfnissen Deiner Gäste. Dann hast Du bestimmt viel Freude an den Tierchen. Und Du leistest nebenbei einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz.

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