Reutlinger General-Anzeiger
Micro Drip
Zielgenau und gut dosiert gelangt das Wasser mit einem automatischen Micro-Drip-System an die Wurzeln. Foto: Gardena

Garten

Bessere Ernte mit Micro Drip?

Wie gut wirkt eine automatische Bewässerung? Zur Klärung dieser Frage hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eine Studie erstellt. Hier die Ergebnisse.

Spätestens seit den heißen Sommern 2003 und 2018 wächst das Bewusstsein, wie wichtig Wasser als Ressource ist. Längst ist klar, dass man seinen Garten besser mit einer zusätzlichen Bewässerung versorgt. Deshalb wurden in der Pflanzsaison 2018 verschiedene Bewässerungsversuche mit automatisch gesteuerter Micro-Drip-Technik durchgeführt. Bei den untersuchten Kulturen handelte es sich um beliebte Gemüsesorten wie Kopfsalat, Tomaten und Grünkohl.

Smarte Anpassung der Gießzeiten

Die Gießzeiten wurden mit einer App für automatische Bewässerungssysteme eingestellt. Ferner stellte sich ein smarter Feuchtesensor als wertvolles Korrektiv der Gießzeitpläne heraus. Denn durch den Sensor konnte eine Wassergabe besser an den tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden. Dadurch erzielten die Forscher eine Wassereinsparung von annähernd 50 Prozent.  

Sensoren sparen Wasser

Bei den Sensoren wurden zwei unterschiedliche Varianten erprobt: der Regen- und der Bodenfeuchtesensor. Der Regensensor half dabei, die Bewässerung an Regentagen auszusetzen. Mit dem Bodenfeuchtesensor war Bewässerung auch an einem Regentag möglich, wenn die Niederschlagsmenge zu gering war. Nach starken Niederschlägen hingegen blieb die Bewässerung mehrere Tage hintereinander aus. Somit erwies sich der Bodenfeuchtesensor als sinnvolleres Gerät für eine pflanzen- und bodenbezogene Bewässerung.

Auch empfindliche Tomatenpflanzen brauchen das Wasser direkt an der Wurzel. Foto: Markus Spiske / unsplash.com

Micro Drip sorgt für höhere Erträge

Durch kleine Wassergaben und langsame Wasserzuführung konnte im Vergleich zu einer Handbewässerung das Wasser tiefer in den Boden eindringen. Auch blieb bei der Tropfbewässerung die Bodenoberfläche trocken, so dass Tomate, Salat & Co. keine „nassen Füße“ bekamen. In der Bilanz führte der Einsatz von Düsen- wie auch Tropfbewässerungssystemen in Verbindung mit den Sensoren zu mehr Qualität und höheren Ernteerträgen.

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