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Garten

Rasenpflege – so geht’s!

Um richtig zu gedeihen, benötigt Dein Rasen ein wenig Hilfe. Diese Schritte musst Du beachten, damit er grün und gesund bleibt.

Vertikutiere den Boden!

Wenn Unkraut und Moos Deinen Boden zersetzen, greife nicht zu chemischen Mitteln. Mit einem Vertikutierer hilfst Du Deinem Boden auf natürliche Weise, sich zu regenerieren. Der Vertikutierer ritzt die Grasnarbe – das ist der zusammenhängende Bewuchs Deines Bodens – ein bis zwei Zentimeter tief an. So kommt Luft an den Boden. Außerdem werden die Graswurzeln ausgedünnt. Das fördert einen dichteren und kräftigeren Bewuchs Deiner Rasen-Fläche.

Maximal ein bis zweimal sollest Du Deinen Rasen vertikutieren. Damit sich das Gras nach dem Vorgang gut erholen kann, solltest Du die Grasnarbe nicht nach langer Trockenzeit oder einer Hitzeperiode anritzen. Am besten eignet sich dazu die Zeit von Anfang April bis Anfang Mai. Wenn Du Deinen Rasen ein zweites Mal vertikutieren willst, eignet sich die Zeit zwischen September und Oktober dazu.

Alternativ zum elektrischen Vertikutierer gibt es auch den Vertikutierrechen.
Foto: Rene Schue / Pixabay

So vertikutierst du richtig:

  • Mähe zuerst den Rasen und gib dem Gras etwas Zeit, sich zu erholen.
  • Vertikutiere einmal der Länge und einmal der Breite nach. Achte darauf, nicht zu tief zu vertikutieren.
  • Reche das Schnittgut zusammen. Am besten wirfst du es auf den Komposthaufen.
  • Säe Gras in entstehenden Lücken.
  • Dünge deinen Rasen.
  • Wässere den vertikutierten und gedüngten Rasen ausreichend und gleichmäßig.

Mähe und mulche Deinen Rasen!

Mähe Deinen Rasen regelmäßig. Das fördert einen dichteren Wuchs. Wenn es im April langsam wärmer wird und die Grashalme sprießen, solltest Du etwa alle zwei Wochen den Rasen mähen – öfter, wenn Du davor schon gedüngt hast. Die optimale Schnitthöhe beträgt drei bis vier Zentimeter.

Das entspannteste Rasen mähen der Welt gelingt dir mit einem Rasenroboter.
Foto: Pexels / Pixabay

Mit jedem Mähen wird Dein Rasen wichtige Nährstoffe verlieren. Ganz einfach kannst Du ihm diese zurückgeben. Sobald das Gras schlapp erscheint, lasse beim Mähen das Schnittgut als natürliche Düngerschicht auf dem Rasen liegen. Durch das verrottende Gras führst du die Nährstoffe wieder in den Boden.

Dünge Deinen Rasen!

Manchmal reicht Mulchen allein nicht aus. Wichtige Nährstoffe kannst Du Deinem Rasen auch durch Düngen zurückgeben. Je nachdem wie sehr Du Deinen Garten beanspruchst, benötigt der Rasen mehr oder weniger Dünger. Einen Sport- und Spielrasen kannst Du bis zu vier Mal im Jahr düngen. Ein weniger beanspruchter Zierrasen benötigt nur zwei Mal im Jahr eine Portion Dünger. Greife auf keinen Fall zum Dünger, wenn das Gras ein saftiges Grün vorweist: Es benötigt keine weiteren Nährstoffe und sie versickern im Grundwasser.

Säe kahle Stellen nach!

Sobald Dein Rasen löchrig aussieht, sähe mit Grassamen nach. Andernfalls breiten sich Unkraut und Moose leicht aus. Harke den Boden an der betreffenden Stelle auf, entferne das Unkraut und säe die Samen ein. Achte darauf, die Stelle die nächsten Wochen gut zu wässern und betrete in dieser Zeit nicht den Boden. Hier erfährst Du ausführlich, wie Dir eine gute Saat gelingt.

Jäte Unkraut!

Unkraut breitet sich rasch aus – handele deswegen besser früher als später. Am einfachsten entfernst Du Löwenzahn und Co. mit einem Unkrautstecher. Alternativ kannst Du auch kochendes Wasser über das Unkraut gießen oder biologische Unkrautvernichter aus dem Handel nutzen.

Foto: Alexas Fotos / Pixabay

Greife nicht zu Essig- oder Salzlösungen. Diese schaden dem Boden und verändern sein natürliches Milieu. Das Pflanzenschutzgesetz verbietet außerdem, Pflanzenschutzmittel – dazu gehören auch Essig und Salz sobald Du es als Unkrautvernichter einsetzt – auf versiegelten Flächen wie Kies, Pflaster oder anderen befestigten Freilandflächen anzuwenden. Ganz einfach kann es durch die Kanalisation ins Grundwasser gelangen. Es drohen empfindliche Geldbußen.

Wässere Deinen Boden!

Wenn es lange nicht geregnet hat oder sehr heiß ist, solltest Du Deinen Rasen wässern. Das am besten morgens oder abends – niemals in der heißen Mittagshitze. Übertreib es aber nicht: In Trockenperioden bildet sich das Wurzelwerk des Gräser aus. Damit wird Dein Rasen widerstandsfähiger und belastbarer. Falls Du Dich genauer über Tipps gegen harte Trockenperioden informieren möchstest, lies hier weiter.

Sorge für ausreichend Licht!

Natürlich musst Du jetzt nicht die Flutlichtanlage des nächstgelegenen Fußballfeldes abmontieren und in Deinem Garten aufbauen. Es reicht, wenn Du Deine Hecken, Sträucher und Bäume etwas zurückschneidest. Diese können dem Rasen eine Menge Licht und damit die Möglichkeit zur Photosynthese nehmen.

Weitere Infos zur Rasenpflege findest Du hier.

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