Reutlinger General-Anzeiger

Garten

Dein Garten – die wichtigsten Tipps im Juni

Rosen pflegen, Läuse jagen, Rasen düngen – der Frühsommer hat ganz eigene Gartenpflichten parat. Bodo Kaublau erzählt Dir, was Deinen Pflanzen jetzt gut tut.

Im Juni kannst Du die Ergebnisse Deiner Gartenarbeit genießen, denn er gilt als „der“ Blühmonat. Blumen und Rasen zeigen sich von ihrer prächtigsten Seite. Was jetzt wichtig ist, damit das auch lange so bleibt, siehst Du in den Tipps für Deinen Junigarten. Rosen spielen in vielen Gärten zurzeit die Hauptrolle im Blühspektakel. Sie entfalten besonders im Juni ihre Farbenpracht in Vorgärten und an Rasenflächen. Gerade jetzt brauchen sie aber auch einiges an Aufmerksamkeit. Bodo Kaublau vom Obst- und Gartenbauverein Reutlingen (OGV) erklärt, was Du beachten kannst, um möglichst lange etwas von Deinen Ziersträuchern zu haben.

Tipp 1: Schädlingscheck am Rosen-Strauch

„Wichtig ist vor allem die regelmäßige  Blattkontrolle“, erklärt Bodo. „Wölben oder rollen sich die Blätter der Rose, kann man von einem Schädlingsbefall ausgehen. Sind die Blätter dagegen schön glatt, dann sind sie auch gesund.“ Sein Tipp: Die befallenen Stellen am besten gleich mit der Schere herausschneiden.

Tipp 2: Rosen-Knospen stärken

Wenn die Blüten langsam welken, bilden sich Fruchtknollen an den Stängeln. Das ist ganz normal. „Die Rose würde normalerweise viel Kraft in die Ausbildung der Frucht stecken“, warnt der erste Vorsitzende des Reutlinger OGV. „Deshalb sollte man verblühte Rosen direkt abschneiden, damit die Energie in die jungen Blüten fließen kann“.

Tipp 3: Schere vor Sprühflasche

„Generell macht die Schere mehr Sinn als hochwirksame Pflanzenschutzmittel“, betont Bodo. Denn, wenn man schadhafte oder welke Pflanzenteile kappe, sei das Problem oft schon erledigt. Pflanzenschutzmittel solle man auch mit Blick auf den Schutz von Nützlingen nur sparsam verwenden.

Rosen
Punktuelles Beschneiden unterstützt die Rosen beim Blühen und hilft dabei, schnell Schädlinge loszuwerden. Foto: Jacqueline Macou/pixabay.com

Tipp 4: Läuse-Polizei für Rosen und Co.

Wenn die Blattläuse überhand nehmen, kannst Du Dir auch eine tierische Eingreiftruppe zulegen. „Man füllt ein wenig Holzwolle oder Papierschnipsel in ein kleines Tongefäß. Dann hängt man das Gefäß in den Strauch“, so der Geheimtipp des Gartenprofis.  Mit ein wenig Glück nisten dort sehr bald Ohrwürmer, die liebend gern Blattläuse fressen. Nur solltest Du das Gefäß wieder entfernen, sobald die Plage vorbei ist. Sonst besteht die Gefahr, dass die Ohrzwicker Deine jungen Blütenknospen als Nachtisch genießen.

Tipp 5: Schnecken abwehren

Ein leidiges Thema gerade im regenreichen Frühsommer: gefräßige Schleichtiere.  Hier empfiehlt Bodo Kupferblech oder-draht als Beet-Umrandung. Denn der Schleim der Schnecken reagiere mit der Metalloberfläche, so dass sie diese Barriere meiden. Alternativ eignen sich auch Kaffeesatz und Holzasche, da sich Schnecken auf dem bröseligen Streugut  entschleimen und deshalb nicht darüberkriechen..

Tipp 6: Nasse Füße vermeiden

Regen ist ja eigentlich gut für Rasen und Blumen. Jedoch gilt: Zuviel lässt die Wurzeln faulen. „Man sollte Stau-Nässe vermeiden“, betont Bodo. Am besten eine Drainage ziehen oder ein Loch graben, damit das überschüssige Wasser abfließt, denn „Blumen wollen keine nassen Füße!“

Tipp 7: lockern, lockern, lockern

„Lieber dreimal gehackt als dreimal gegossen“, lautet eine einfache Faustregel in der Gartenpflege. „Wenn man regelmäßig die Kapilarschicht im Boden aufreißt, können Regen- und Gießwasser besser abfließen. Außerdem haben die Pflanzen mehr Sauerstoff“, erklärt Bodo.

Rosen
Ein Rasenmäher mit Mulch Funktion zerkleinert mit seinem Spezialmesser die Grashalme direkt, so dass sie auf der Fläche bleiben können. Foto: Gardena

Tipp 8: Grünflächen einfach pflegen

Im Grunde braucht eine Wiese wenig Pflege. Bodo findet: „Am besten für Flora und Fauna wäre es, die Grünflächen nur zweimal im Jahr zu mähen“. Zumal unzählige Insekten von wilden Wiesen profitieren. Aber nicht jeder ist von wuseligen Wiesenflächen begeistert. Wenn Du eher einen hübsch gepflegten Rasen bevorzugst, kannst Du den Bienen und Co. ja kleine Blumeninseln gönnen. Margeriten oder Gänseblümchen eignen sich gut dazu. Du lässt sie beim Mähen einfach stehen. Das Düngen kannst Du Dir übrigens auch leicht machen: Nutze einen Rasenmäher, der eine Mulch-Funktion hat. Das heißt: Der Mäher zerkleinert die abgeschnittenen Halme und arbeitet sie direkt unter die Grasnarbe. Hier wirken sie als natürlicher Dünger und halten die Feuchtigkeit im Boden.

Tipp 9: Kräuter anpflanzen

Der Juni ist ein schöner Gartenmonat. Du kannst einfach genießen, was Du im Herbst und Frühling an Arbeit eingebracht hast. Falls Dir allerdings das Säen und Austopfen fehlt, kennt Bodo eine Kleinigkeit, die Du auch jetzt machen kannst: „Leg Dir eine hübsche Kräuterecke an. Petersilie, Thymian und Rosmarin anpflanzen – das geht auch jetzt“.

Noch mehr Gartentipps für den Juni findest Du auch hier.

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