Reutlinger General-Anzeiger
Sichtschutzzaun
Foto: herbholz

Garten

Mehr Privatsphäre

Wenn Du im Garten gern für Dich bist, ist ein Sichtschutz eine gute Idee. Aber welches Material passt zu Deinem Garten: Holz, Stein oder Hecken?

Sichtschutzzaun aus Holz

Besonders einfach lassen sich Sichtschutzzäune aus Holz, Kunststoff und WPC aufstellen. Dabei haben Holzzäune den Vorteil, dass sie sich optisch gut in die Natur integrieren. Da Du sie meist als Einzelelemente erwirbst, kannst Du in Hinsicht auf Größe und Aufstellungsort frei gestalten. Am schnellsten ist ein durchlaufender Zaun aufgebaut.

Wer mehr Abwechslung mag, kann einzelne Elemente mit Büschen im Wechsel anordnen. Beachtenswert ist, dass es bei Holzzäunen große Unterschiede in der Verarbeitung gibt. Beispielsweise sind clever konstruierte Zäune, die das Wasser leicht ablaufen lassen, deutlich beständiger als preisgünstige Produkte in Leichtbauweise. Gut geeignete Holzarten sind Lärche oder Douglasie. Sie müssen nicht behandelt werden und nehmen mit der Zeit eine silbergraue Patina an.

Auch mit Blick aufs Design lohnen sich vorausschauende Überlegungen. Ein Zaun aus schlichten Latten fügt sich eventuell harmonischer in Deine Gartengestaltung ein als aufwendig verschachtelte Elemente.

Variable Möglichkeiten mit Steinen

Alternativ zum Sichtschutz aus Holz bieten Elemente aus Stein ebenfalls eine hundertprozentige Blickbarriere. Neben einer massiv gemauerten Wand hast Du die Wahl zwischen Natursteinmauern und Gabionen. Das sind Drahtkorbmodule, die mit Steinen befüllt werden. Alle drei Varianten punkten mit ihrer extremen Langlebigkeit.

Aber Achtung: Mauern müssen statisch sicher sein – denn wenn ein mannshoher Sichtschutz kippt oder Teile herausbrechen, besteht Verletzungspotenzial. Entscheidest Du Dich für einen Sichtschutz aus Stein, solltest Du Dir auf jeden Fall fachliche Unterstützung für Planung und Umsetzung holen.

Blickdichten Sichtschutz gewähren auch Sträucher oder Buchsbaum. Foto: pr

Lebendiger Sichtschutz

Hecken und Sträucher an der Grundstücksgrenze schützen nicht nur vor allzu neugierigen Blicken: Sie machen Deinen Garten auch für Geborgenheit. Ein kleiner Nachteil eines natürlich gewachsenen Sichtschutzes ist jedoch der Zeitfaktor. Bis Deine grüne Wand groß und vor allem dicht genug ist, vergehen bei den meisten Pflanzenarten ein paar Jahre.

Eine Ausnahme von dieser Regel ist Bambus – der wächst auch in unseren Breitengraden so schnell, dass Deine Hecke schon nach einem einzigen Sommer eine beachtliche Dichte erreicht hat. Gerade bei schnell wachsenden Pflanzen gilt es allerdings auch, den Pflegeaufwand zu bedenken. Damit Dein natürlicher Sichtschutz nicht unkontrolliert in alle Richtungen wuchert, ist ab einer gewissen Größe regelmäßiger Rückschnitt angesagt.

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