Reutlinger General-Anzeiger
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Foto: Ayaimages/stock.adobe.com

Terrasse & Balkon

Kreativ bis in die Blattspitzen

Wenn Du in der Stadt wohnst und trotzdem Spaß am Gärtnern hast, wirst Du Urban Gardening lieben. Die Trend-Devise: Leckere Früchtchen gedeihen (fast) überall!

Eins vorweg: Wo Du bei Balkonpflanzen bisher vielleicht nur an Blumen und Kräuter gedacht hast, ist längst Umdenken angesagt. Äpfel und Auberginen gedeihen nämlich ebenso gut in Töpfen und Kübeln wie Dein Basilikum. Beim Urban Gardening geht Kreativität vor Profianspruch. Probier dich einfach aus. Nutz Gefäße, die Du eh schon hast und leg los. Deinen Cocktailtomaten schadet es nicht, wenn Sie in einem alten Topf wachsen.

Perspektive wechseln: hoch statt flach

Zwar ist auf einer kleinen Terrasse oder auf einem Balkon der Platz begrenzt. Aber gerade das macht ja den Reiz beim Micro-Gardening aus. Eine Variante des Urban Gardenings,  die bei Stadtgärtnern das Herz höher schlagen lässt, heißt „Vertical Gardening“. Dabei werden die Pflanzbehälter nicht auf dem Boden platziert, sondern an einem Geländer oder einem Zaun aufgehängt und mit Kräutern, Salaten und Sukkulenten bepflanzt.

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Foto: Jakob Fischer/stock.adobe.com

Vertikal pflanzen, horizontal futtern

Als Gefäße eignet sich alles, was Du aufhängen kannst: Holzkisten, Eimer, Regenrohre. Für bequeme Naschkatzen gibt es außerdem die Turmbäumchen: Kiwi, Äpfel, Aprikosen und Stachelbeeren wachsen bei diesen Züchtungen vertikal in die Höhe. Sie gedeihen ebenfalls in größeren Kübeln. Du solltest sie nur mit ausreichend Nährstoffen, zum Beispiel Humus, versorgen. Das Ganze sieht nicht nur schön aus, es ist auch himmlisch praktisch. Du kannst vom Liegestuhl aus Deinen Nachtisch pflücken und genießen.

Urban Gardening feiert Kräuter in alten Töpfen

Wenn Du lieber konventionelle Beete magst, gibt‘s auch hier viel Raum für Fantasie und Improvisationskunst. Denn kleine Kräuter- und Gemüsebeete fin­den fast überall einen Platz und die meisten Arten gedeihen sogar in Kisten, ausgedienten Kochtöpfen oder Omas alter Kommodenschublade.

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Auch ausgedientes Spielzeug lässt sich cool wiederverwerten. Foto: T_Caeser/pixabay.com

Je nachdem, wie Du die Behälter arrangierst, kannst Du Dein städtisches Kleinod immer wieder neu gestalten. Eine beliebte Variante sind auch Micro-Hochbeete oder Balkonkästen. Gärtnerische Vorkenntnis ist dabei übrigens nicht zwingend notwendig. Es geht vielmehr um Deine Freude, Deine Pflanzen wachsen zu sehen und später frische Früchte aus unbedenklichem Anbau zu ernten.

Zum Schluss: Vive la Légume!

So, und nun zum Spaßfaktor. Denn eins ist klar: Nichts macht so viel Laune, wie Dein Mini-Schlaraffia mit Freunden zu teilen. Also: Handy raus, Leute einladen und den Grill anwerfen. Und wenn sie alle da sind, kannst Du nebenbei Deine Paprika und Tomaten aus dem Balkonkasten ziehen, Dein Pesto aus home grown Basilikum hinstellen und den Dingen hübsch ihren Lauf lassen.

Pesto aus Deiner Urban Gardening Ernte

Diese Zutaten sind traditionell im Pesto alla genovese enthalten: Basilikum, Pinienkerne, Knoblauchzehen, Olivenöl und Parmesan oder Pecorino. An Gewürzen brauchst Du nur etwas Salz und Pfeffer.

Zutaten für 300 g grünes Pesto:

3 Bund Basilikum

1 Bund glatte Petersilie

2 EL Pinienkerne

2 Knoblauchzehen

100 g Peccorino am Stück

Pfeffer /Salz

15 EL natives Olivenöl extra

Pesto-Zubereitung:

Die Blätter von Basilikum und Petersilie grob durchhacken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten. Knoblauchzehen schälen und vierteln. Peccorino in grobe Stücke schneiden.

Nun portionsweise einen Teil Deiner Zutaten (Kräuter, Peccorino, Knoblauch, Öl) in eine Schüssel geben und würzen. Das Ganze mixt Du mit dem Pürierstab, bis es gut vermischt ist. Dann gibst Du den nächsten Teil Deiner Zutaten dazu und mixt ihn. Den Vorgang so oft wiederholen, bis alles aufgebraucht ist und das Pesto eine ölige, nicht zu cremige Konsistenz hat.

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