Reutlinger General-Anzeiger
Herbstlaub Garten
Wenn das Laub zu fallen beginnt, stellt sich schnell die Frage: Wohin damit? | Foto: susannp4/pixabay

Garten

Wohin mit dem Herbstlaub?

Dort, wo es hinfällt, sollte Herbstlaub nicht immer bleiben: Während es Beeten und Hecken natürlichen Frostschutz bietet, kann es auf dem Rasen große Schäden anrichten.

Runter vom Rasen!

Auch wenn es so aussieht, als würde gerade gar nichts passieren: Dein Rasen macht keine Winterpause, sondern wächst langsam aber beharrlich weiter. Eine dichte Laubdecke auf dem Rasen ist daher ein absolutes No-Go, denn nur wenn das Gras rund ums Jahr viel Licht und Luft bekommt, bleibt es gesund.

Werfen die Bäume in Deinem Garten im Herbst viele Blätter ab, solltest du die Rasenflächen daher so schnell wie möglich wieder frei räumen. Sonst kommen unter der Laubdecke im Frühjahr kahle oder braune Stellen zum Vorschein, die sich nur langsam erholen.

Zu viel Laub und zu wenig Licht können übrigens auch dazu führen, dass sich immer mehr Moos in eine ohnehin schon lichte Rasenfläche mischt: Im Gegensatz zu Gras liebt Moos nämlich die kühle Dunkelheit unter dem Laub und kann sich daher in der kalten Jahreszeit umso schneller ausbreiten.

Bleibt zu viel Laub auf dem Rasen liegen, sind braune Flecken und Moos die Folge. | Foto: susannp4/pixabay

Auf den Kompost nur in Maßen

Theoretisch darf Laub – wie alle anderen Gartenabfälle auch – auf den Kompost. In der Praxis gibt es da allerdings einen großen Haken: Was das meiste Laub von den Bäumen rüttelt, ist nämlich das Herbstwetter mit Regen und Sturm. Und je mehr nasses Laub Du auf den Kompost gibst, desto größer ist auch die Chance, dass sich zwischen den Blättern Fäulnisbakterien ansiedeln. Anstatt zu frischer Erde zu zerfallen, fault das Laub dann nur vor sich hin und blockiert Deinen Komposter.

Ob Du Dein Laub kompostierst, machst Du daher am besten vom Wetter abhängig: Kannst Du das Laub ein paar Tage lang in der warmen Herbstsonne trocknen lassen, darf es auf den Kompost. Spielt das Wetter nicht mit, sammelst Du das Laub besser ein. Dann kannst Du es entweder über die Biotonne entsorgen oder gezielt als Frostschutz für Deine Pflanzen im Garten verwenden.

Frostschutz und Dünger in einem

Im Gegensatz zu Deinem Rasen überwintern viele andere Pflanzen in Deinem Garten gern unter einer Decke aus Herbstlaub. Verteilst Du die Blätter beispielsweise auf Deinen Beeten, schützen sie die empfindlichen Wurzeln Deiner Stauden und Sträucher vor dem Frost.

Gleichzeitig verhindert die natürliche Isolierschicht, dass die Erde darunter austrocknet. Das ist für immergrüne Pflanzen wie z.B. Thuja oder Buchsbaum besonders wichtig, denn sie geben auch in der Wintersonne immer ein bisschen Wasser in die Luft ab. Können sie sich dieses Wasser nicht aus dem Boden zurückholen, trocknen sie im Verlauf des Winters aus.

Was dem Rasen schadet, schützt andere Pflanzen von der Kälte: Nutze Dein Herbstlaub als natürlichen Frostschutz für Stauden und Hecken. | Foto: Alexas Fotos/pixabay

Wenn Du Dein Herbstlaub also einsetzen möchtest, um Deine Pflanzen gut durch den Winter zu bringen, verteilst Du es am besten in einer gleichmäßigen Schicht auf Deinen Beeten und um die Wurzeln Deiner Hecken. Achte dabei aber immer darauf, dass die Blätter kleiner Pflanzen nicht unter dem Laub begraben werden – schließlich sollen sie ja auch im Winterquartier viel Luft und vor allem Licht bekommen!

Ankes Tipp

Um sicherzugehen, dass der Wind diese natürliche Isolierschicht nicht aufwirbelt, legst Du am besten über das Laub noch ein wenig Reisig: Die Zweige beschweren die Blätter und halten sie an Ort und Stelle.

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