Reutlinger General-Anzeiger

Juli 2019

Die Hitze aus dem Haus halten

Wann lüften – und wann nicht? Raus sitzen und entspannen – alles super, doch wenn’s richtig heiß wird, kann es auch im Haus oder der Wohnung sehr warm werden.

Sommerfreuden: Raus sitzen, chillen und entspannen – alles super, doch wenn’s richtig heiß wird, kann die Hitze im Haus oder in der Wohnung echt nerven. Die schlechte Nachricht: Viel kann man dagegen nicht machen. Selbst eine Mietminderung ist nur möglich, wenn bestimmte bauliche Mängel vorliegen. Die gute Nachricht: Ein bisschen lässt sich allerdings schon gegen hohe Temperaturen vorgehen.

Um ein bestmögliches Raumklima zu erreichen, gebe es eine Faustregel, sagt Prof. Hartwig Künzel vom Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen: «Man sollte immer dann die Fenster öffnen, wenn es draußen kühler ist als drinnen.» An Sommertagen mit großer Hitze ist das in vielen Gebäuden nur nachts und am frühen Morgen der Fall. Wohnungen, die nur morgens und abends gelüftet werden, sollten tagsüber so konsequent wie möglich abgedunkelt werden, empfiehlt Bauphysiker Künzel. Am wirksamsten ist dabei die Verschattung von außen durch Jalousien. Aber Vorhänge innen sind besser als nichts. «Es geht darum, die Solarstrahlung abzuhalten», so Künzel.

Hilfreich kann ein Ventilator sein. Er gibt zwar zusätzlich ein wenig Wärme ab, sorgt aber bei jedem, der sich unmittelbar davor aufhält, tatsächlich für Abkühlung. Keinen Sinn ergibt es, den Ventilator laufen zu lassen, wenn man nicht im Haus ist. Von der Idee, gegen Hitze nasse Handtücher in Wohnräumen aufzuhängen, rät Bauphysiker Künzel ab. Zwar stellt sich hierdurch eine Abkühlung ein. Die so eingebrachte Feuchtigkeit bedeute aber eine Last für die Bausubstanz und könne bei geschlossenen Fenstern die Raumluftfeuchte so stark erhöhen, dass die hygienischen Verhältnisse beeinträchtigt werden und unter Umständen Schimmelpilze wachsen.                                                                      

Quelle: dpa

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