Reutlinger General-Anzeiger
Bunte Häuser sind selten: Denn wer Farbe an der Fassade will, muss etliche Vorgaben beachten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-mag

Juni 2019

Farbe für das Haus

Was Eigentümer wissen müssen.
Frühlingsgrün, Sonnengelb oder Schweinchenrosa: Ein farbiger Anstrich würde so manche Hausfassade aufpeppen.

Frühlingsgrün, Sonnengelb oder Schweinchenrosa: Ein farbiger Anstrich würde so manche Hausfassade aufpeppen. Trotzdem sind bunte Häuser selten. Ein Grund: Wer Farbe will, muss etliche Vorgaben beachten – diese reichen vom Baugesetzbuch über kommunale Gestaltungssatzungen bis zum Bauträgervertrag. «Darin wird möglicherweise schon eine Farbpalette angegeben», erläutert Andrea Blömer, Beraterin des Verbands Privater Bauherren (VPB).

Aus der vorgegebenen Palette können angehende Eigentümer auswählen. Manche Farben sind gegen Aufpreis möglich. Ähnliches gilt für Fensterrahmen und Fensterbänke. Blömer empfiehlt: «Gucken Sie, ob der Standard weiß ist und welcher Mehrpreis auf einen zukommt». Bauherren sollten ihre Entscheidung frühzeitig treffen, weil die Farbwahl die Untergrundkonstruktion der Außenwand beeinflussen kann.

Oft bestimmen Kommunen Details zu Werkstoffen und Farben. Diese Vorgaben gelten ausschließlich in dieser Gemeinde. «Im Nachbarort kann etwas ganz anderes erlaubt sein», erläutert Wolfgang Szubin vom Verband Wohneigentum. Manchmal spiegeln auch Bebauungspläne die örtlichen Gepflogenheiten wieder. Szubin empfiehlt, vor dem Malerauftrag die Gestaltungssatzung und den Bebauungsplan zu lesen. Der Traum vom himmelblauen Häuschen hat sich dann womöglich schnell erledigt. Im schlimmsten Fall erspart dies teures Übertünchen. Bei alten Häusern sind eventuell Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten. Szubin rät: Klären, wo das Objekt steht und erst dann loslegen. Hilfreich sei, die Farbwahl mit dem Maler zu besprechen.                                                                                    

Quelle: dpa

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