Reutlinger General-Anzeiger
Wasserschaden
Keller unter Wasser - der Schreck sitzt bei vielen gerade tief. Hausrat- und Elementarversicherungen helfen. Foto: Robert Knächke / stock.adobe.com

Recht

So sicherst Du Dich ab

Immer öffter verursachen Unwetter und Sturm immense Kosten für Hausbesitzer. Zum Glück gilt dann: Gut versichert ist halb repariert.

Was passt zu Deinem Problem?

Wenn Wassermassen vom Himmel fallen, denken viele zuerst an den Keller: Was steht gleich alles unter Wasser? Was muss ich schnell sichern? Oder ist schon manches kaputt? Weniger Sorgen macht es, wenn Du eine passende Gebäudeversicherung hast. Hier die Basics zu den wichtigsten Versicherungen, die Dir bei Unwetterschäden zur Seite stehen.

Zunächst gilt die Unterscheidung: Schäden am Haus? Dann hilft eine Wohngebäudeversicherung. Schäden an Einrichtung und Dingen im Haus? Dann eine Hausratversicherung. Da wir zurzeit vor allem mit Überschwemmungen zu tun haben, zunächst der Blick auf den Versicherungsschutz gegen Wasserschäden.

Schäden durch Regen – wer zahlt?

Wenn Dauerregen dazu führt, dass die Keller volllaufen, ist eine Elementarversicherung gefragt. Sie deckt die Risiken ab, die durch Naturgewalten entstehen. Aber aufgepasst: Viele Gesellschaften unterscheiden in Ihrem Haftungsportfolio zwischen einzelnen Elementarschäden. Insbesondere Wasserschäden  gehören sehr oft nicht zum Leistungsumfang einer normalen Gebäudeversicherung! Daher solltest Du beim Abschluss Deiner Wohngebäudeversicherung ausdrücklich nachfragen: Haftet sie auch bei Problemen durch Unwetter? Unter Umständen musst Du dafür eine Extra-Police abschließen.

Achtung, Rückstau!

Manche Anbieter von Elementarversicherungen nehmen den sogenannten Rückstau aus ihrer Haftung aus. Das heißt, wenn Wasser aus dem Kanal durch die überlasteten Leitungen in Dein Haus zurückgedrückt wird, sind diese Versicherer nicht in der Pflicht. Also das Kleingedruckte lesen, bevor Du eine Police abschließt, die dieses heute sehr aktuelle Problem nicht abdeckt! Grundsätzlich bietet eine Elementarversicherung aber einiges an Schutz: neben Wasserschäden auch gegen Folgen von Erdsenkungen, Erdrutschen und Schneedruck.

Beachtenswert: Sehr oft vereinbart der Anbieter dieser Zusatzversicherung eine Selbstbeteiligung. Aber diese kannst Du mit Blick auf Dein persönliches Schadensrisiko gegenrechnen.

Was, wenn Dein Auto unter Wasser steht?

Hier steht die Kasko-Versicherung in der Pflicht. Mit einem Teilkasko-Schutz bist Du im grünen Bereich. Sie kommt für Überschwemmungsschäden auf. Aber auch hier solltest Du die Vertragsdetails im Auge behalten: Denn nicht jeder Versicherer übernimmt Fahrzeugteile und Zubehör. Heißt konkret: Wenn Dir Kindersitze und High-Tech-Boxen wichtig sind, lohnt sich ein genauer Blick auf den Versicherungsschein!

Haftung ausgeschlossen? Das solltest Du beachten

Einen vollen Schutz hast Du nur, wenn Du nicht willentlich zur Beschädigung beigetragen hast. So ist es beispielsweise etwas riskant, wenn Du trotz polizeilicher Warnungen in ein Überschwemmungsgebiet hineinfährst und Dein Auto hier abstellst. Dann kann es Dir passieren, dass Dein Versicherer einen Teil des Schadens nicht übernimmt oder die Haftung gänzlich ausschließt.

Dachschaden
Bei Sturmschäden ist die normale Gebäudeversicherung zur Stelle. Foto: Csak Istvan / stock.adobe.com

Wer hilft bei Sturmschäden?

Grundsätzlich sind auch bei Sturm wieder die drei Versicherungstypen Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherung zuständig. Voraussetzung für eine Schadensbegleichung ist aber, dass Dein Versicherer den Sturm auch wirklich als solchen anerkennt. Das heißt konkret: Ab einer Windstärke 8 wird gezahlt. Eine Sturmwarnung vom Wetterdienst gilt hier als Beleg. Ebenso beweiskräftig sind Schäden an Nachbargebäuden.

Alle Schäden, die am Gebäude entstehen, sind von Deiner Gebäudeversicherung abgedeckt. Anders sieht es aus, wenn Du Dinge, die im Haus sind, durch das Unwetter verlierst. Diese werden von einer Hausratversicherung ersetzt. Wichtig dabei ist, dass sie sich während des Sturms im Gebäude befunden haben.

Gut zu wissen

Wenn das Unwetter auch Hagel mit sich bringt, spielt die Windstärke keine Rolle. Hagel wird von den Versicherungsgesellschaften als unabhängige Elementarkraft verstanden: Sie zahlen also unabhängig davon, ob es stürmt oder nicht. 

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