Reutlinger General-Anzeiger
Smart Home
Klein und hoch effizient: Die Steuerungszentrale funktioniert wie das Gehirn Deines Smart Homes. Foto: Somfy

Wohnen

Welche Systeme gibt’s?

Ein funkgesteuerter Kühlschrank macht nur dann Sinn, wenn er mit zuverlässiger Smart Home Technik vernetzt ist. Anke zeigt Dir, worauf Du achten kannst.

Im digitalen Zuhause sorgt eine clevere Steuerung für die Kommunikation zwischen Sensoren, Geräten und Gebäudefunktionen. Da alle Funktionen auf Deine Bedürfnisse reagieren sollten, hängt die Entscheidung über das passende Smart-Home-System von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich hast Du die Wahl zwischen mehreren Vernetzungs- und Steuerungssystemen.

Vernetzung im Smart Home

Eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren Deiner Smart-Home- Technik ist die Vernetzung Deiner smarten Geräte und Komponenten. In der Regel wird die Vernetzung von einem sogenannten Bussystem gewährleistet, welches die Sensoren und Aktoren verknüpft und managt. Prinzipiell hast Du die Wahl zwischen einer Datenübertragung per Kabel oder per Funk.

Foto: chombosan/ shutterstock.com

Smart Home ohne oder mit Kabel

Ein wesentlicher Vorteil der Funkvariante ist, dass Du keine Kabel verlegen musst. Folglich nutzt Dir diese Variante, wenn Du ohne viel Aufwand auf digitale Haustechnik umsteigen möchtest. Vor allem Leute, die ein Bestandsgebäude umrüsten, haben es damit vergleichsweise einfach.

Wenn Du ein kabelgebundenes System bevorzugst, dann kannst unter anderem KNX, LON oder digitalSTROM nutzen. Reine Funksysteme sind unter anderen: KNX RF, ZigBee, Z-Wave oder die RTS-Technik von Somfy. Nicht empfohlen wird die Verwendung des hauseigenen WLAN-Systems, da es nur eingeschränkt für die Gebäudeautomation ausgelegt ist.

Per Touch zur gewünschten Raumtemperatur. Foto: rh2010 / stock.adobe.com

Wenn Du Dich für eine Vernetzungsvariante entschieden hast, geht es darum, eine passende Gebäudesteuerung zu wählen. Auch hier stehen Dir zwei Varianten zur Verfügung: die zentrale oder die dezentrale Steuerung.

Zentrale oder….

Ein zentrales Smart-Home-System vernetzt alle Geräte in Deinem Zuhause miteinander und regelt ihre Funktionen von einer gemeinsamen Steuerzentrale aus. Vorteil: Diese Technik gilt als vergleichsweise einfach zu bedienen und lässt sich problemlos erweitern. Komfortablerweise stellt der Hersteller des Steuerungssystems die Kompatibilität Deiner Komponenten sicher. Wenn man dagegen in herstellerunabhängiges Bussystem verwendet, kann man es flexibel und ohne Einschränkungen erweitern. Damit bist Du also nicht an einen speziellen Hersteller gebunden.

… dezentrale Steuerung

Dezentrale Systeme verbinden Deine Endgeräte per Funk, WLAN oder Kabel ohne eine gemeinsame Steuereinheit. Die Geräte Deines Smart Homes kommunizieren direkt miteinander. Allerdings müssen Deine Geräte dann mit einer speziellen Software ausgestattet sein. Der Vorteil ist, dass man nicht auf die Funkstandards eines bestimmten Systemherstellers angewiesen ist. Als nachteilig beschreiben Fachleute, dass die Bedienung eines dezentralen Systems komplizierter ist als bei einer zentralen Steuerung und für technikunerfahrene Leute eher unkomfortabel.

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