Reutlinger General-Anzeiger
zuhause arbeiten
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Wohnen

Zuhause arbeiten – darauf solltest Du achten

„Ich bin im Home-Office“ ist zurzeit ein häufig gehörter Satz. Hier die wichtigsten Tipps vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte.

Das Optimale wäre natürlich, seinen gewohnten Arbeitsplatz eins zu eins zu kopieren. Das geht aber in den meisten Fällen nicht. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, wie Du Dein mobiles Büro praktisch und gesund einrichten kannst. Dr. Wolfgang Panter, Präsident des  Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, erklärt, was wichtig ist beim zuhause Arbeiten.

Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Foto: vdbw

Work-Area beim zuhause Arbeiten klar definieren

„Büroarbeit erfordert Konzentration. Ein abgeschlossener Raum steht aber sicher nicht jedem zur Verfügung. Gut ist es aber schon, wenn man einen Platz in der Wohnung findet, an dem das Equipment stehen bleiben kann. Wenn die Kinder zu Hause sind, sollte man seinen Arbeitsbereich optisch abgrenzen. Tape-Band, eine Kordel oder Möbel können hilfreich sein, um zu signaliseren: Hier ist der Spielbereich zu Ende!“

Ausreichend Licht an der richtigen Stelle

„Licht ist ein  zentraler Baustein bei der Arbeitsplatzgestaltung zu Hause. Die optimale Position des Schreibtischs ist seitlich vom Fenster. Auf die Weise kann man hin und wieder seine Augen entspannen, wenn man nach draußen schaut. Direkt vor dem Fenster sollte er aber nicht stehen, um Blendungseffekte zu vermeiden. Zu viel Licht überlastet die Augen.“

Sitzen – auch an die Arme denken

„Beim längeren Arbeiten am PC kommt es oft zu Verspannungen des  Nackens. Natürlich ist ein ergonomischer Bürodrehsessel mit dynamischer Rückenlehne optimal. Er erlaubt bewegtes Sitzen und entspannt die empfindliche Nackenmuskulatur. Aber auch ohne Bürosessel kann man schon einiges für seinen Nacken und Rücken tun. Am besten, indem man folgende Punkte beachtet: Der Bildschirm sollte so eingestellt sein, dass die Augen knapp über den Bildschirmrand schauen. Damit vermeidet man eine auf Dauer ungünstige Kopfneigung. Die Arme sollten am besten rechtwinklig aufliegen. Und zum Entspannen wäre ein Küchenstuhl mit Armlehnen sehr gut, um die Arme hin und wieder ablegen zu können. Separate Tastatur, Maus und – wenn vorhanden – auch ein separater Bildschirm für Arbeiten am Notebook verbessern ebenfalls die ergonomische Arbeitssituation.“

Pausen auch beim zuhause Arbeiten

„Die Konzentration lässt bei jedem Menschen in bestimmten Abständen nach. Im Sinne des effektiven Arbeitens sind Pausen daher sehr wichtig. Es müssen keine langen Unterbrechungen sein. Auch kurze Pausen – etwa zum Kaffeekochen und –trinken – sind hilfreich. Außerdem helfen sie, den Arbeitstag zu rhythmisieren. Gut ist es auch, sich kleine Rituale zu gönnen wie die Tasse Tee um 10 Uhr oder 10 Minuten Balkonzeit um 11 Uhr. Das steigert die Motivation.“

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